.. und andere Prophezeiungen

OB Ude: Die CSU wird sich sechs Jahre an mir erfreuen

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OB Ude freut sich über seinen Wahlsieg.

München - Bestens gelaunt kam Triumphator Christian Ude am Montag zur Pressekonferenz ins Spatenhaus: „Guten Morgen – muss man eigentlich gar nicht sagen, ist er ja schon!“

Die Freude über sein Zweidrittel-Ergebnis bei der OB-Wahl stand ihm ins Gesicht geschrieben. Mit SPD-Chef Franz Maget, Bürgermeisterin Christine Strobl und Fraktionschef Helmut Schmid analysierte er den Wahlkampf und blickte in seine unwiderruflich letzte Amtszeit.Sechs Jahre oder darf‘s auch weniger sein?

Nach der Wahl mutmaßt die CSU erneut, Ude könnte vorzeitig aufhören. Der OB dazu: „Die CSU wird merken, wie lange sechs Jahre sind, denn solange wird sie sich an mir erfreuen dürfen.“

SPD-Wahlerfolg:

„In einer Millionenstadt wie München kann keine Einzelperson allein was zerreißen,“ so Ude. “ Die gute Arbeit der SPD-Fraktion, das „hervorragende Wahlkampfteam, Sachorientierung und der Verzicht auf Diffamierung anderer“ hätten den Erfolg bei den Stadtratswahlen möglich gemacht.

Der Gegenkandidat

Josef Schmid „hat sich aus unserer Sicht bewährt“, grinst Ude. Die CSU werde beteuern, an ihm festhalten zu wollen, schon mangels Alternative. „Ich wage aber zu bezweifeln, ob er wieder Kandidat werden wird. Es ist kein attraktives Amt, sechs Jahre lang Repräsentant einer CSU zu sein, die nicht in berauschender Verfassung ist.“

Niederlage der CSU:

Maget: „Die CSU hat ein Zerrbild unserer Stadt gezeichnet, das sich bei den Wählern nicht verfangen hat.“ Ude bedauert, „dass wir 2014 nicht mehr darauf hoffen können, dass Helmut Pfundstein einen weiteren CSU-Wahlkampf vergeigt.“

Das Bündnis mit den Grünen

ist ausgemachte Sache, in die Verhandlungen werde man im April einsteigen. Sollten der kleine Partner wegen seiner erhöhten Zahl von Stadträten versuchen, mehr ökologische Projekte durchzubringen, sei das durchaus im Sinne der SPD und der Maßnahmen gegen den Klimawandel, so Helmut Schmid.

Die Opposition

sieht Ude in einer stark dezimierten CSU-Fraktion. „Ob es da überhaupt für jeden Ausschuss Fachsprecher gibt?“ Thematisch sei die CSU schon in den letzten Jahren „ein Totalausfall“ gewesen. Insgesamt erwartet Ude eine „Vitalisierung der Opposition, mit den Linken auf der einen Seite und den Neoliberalen der FDP auf der anderen.“ Ein Ausländerstopp-Stadtrat würde „erfahren, dass er im Rathaus keinen Fuß auf den Boden kriegt.“

Werden Frauen in der CSU-Fraktion sitzen?

Darauf ist die SPD gespannt. Strobl: „In der SPD kandidieren schon lange Frauen gemäß ihrem Anteil an der Bevölkerung.“

Dem Transrapid und besonders dem Plakat („Ich sehe was, was Du nicht hörst“) von Pro Rapid, das kürzlich geklebt wurde, habe die SPD viel zu verdanken. „Damit haben sie den Bürgern das Kraut endgültig ausgeschüttet.“ Am 13. April findet der Bürgerentscheid statt.

Die Moschee hat Ude in Sendling („wo meine Haltung bekannt ist“) bei der Wahl „absacken lassen“ – auf „nur“ 68,9 Prozent: „Der Wackelkurs hat der CSU nichts gebracht.“

Udes Nachfolger/in:

Eine Kandidatin ist Bürgermeisterin Strobl: „Aber sechs Jahre sind eine lange Zeit, da kann viel passieren.“ Es sei gut, wenn die Partei mehrere Optionen habe. Eine davon heißt Florian Bieberbach, ist in der Stadtwerke-Geschäftsführung und offiziell als Nachfolger von Chef Mühlhäuser vorgesehen.

BW.

Quelle: tz

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