OB Ude beantwortet tz-Leser-Frage

Warum wude der Flußaalweg umbenannt?

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Der Flußaalweg heißt an dieser Stelle jetzt anders: Es ist der Renkenweg. So sollen vor allem Rettungsdienste künftig schneller ihr Ziel finden

München - OB Christian Ude beantwortet Fragen von tz-Lesern - diesmal wurdert sich ein Münchner, weshalb mehrere Straßennamen zuletzt geändert wurden.

Frage: Ich hätte mal folgende Frage: Wie viele städtische Angestellte sind damit beschäftigt, alteingeführte Straßennamen zu ändern? Und warum? Zum Beispiel wurde aus der Huchenstraße eine Brachsenstraße und aus dem Flußaalweg ein Renkenweg. Sind diese Fischarten vom Aussterben bedroht – oder was soll das? Nicht nur die Anwohner müssen ihre Briefköpfe, Visitenkarten etc. ändern, auch Stadtpläne müssen geändert werden für Feuerwehr, Notarzt usw.

Fritz Grahammer, per E-Mail

Antwort: Ihre erste Frage ist ja noch ganz einfach: Nur ein Mitarbeiter ist beim Kommunalreferat-Vermessungsamt mit Straßennamen beschäftigt. Er sammelt Wünsche des Stadtrats, der Bezirksausschüsse oder aus der Bürgerschaft, holt Gutachten dazu ein, unterbreitet Vorschläge und beantwortet zahlreiche Anfragen. Ihre zweite Frage hat mich kalt erwischt, weil die Umbenennung auf Anhieb wirklich nicht verständlich ist. Umbenennungen sind auch äußerst selten: Nur zwei in den letzten zwei Jahren. Aber ausgerechnet die haben Sie gefunden! Hierbei ging es darum, dass Straßenabschnitte einen eigenen Namen erhalten sollten, um gerade für Not- und Rettungsfahrzeuge leichter auffindbar zu sein. Für die Straßenabschnitte, die wegen der leichteren Auffindbarkeit einen neuen Straßennamen erhalten sollten, wurden Namen gesucht, die zu den Straßennamen der Umgebung passen. Im betroffenen Truderinger Quartier sind zahlreiche Straßen nach einheimischen Fischarten benannt. Dabei ist man auch bei den neuen Straßenteilstücken geblieben (Brachse und Renke). Wie immer bei Umbenennungen werden die alten Straßenschilder für die Dauer von zwei Jahren mit einem roten Klebeband durchgestrichen, damit sich Menschen mit alten Stadtplänen noch zurecht finden können. Bin ich froh, dass es nicht noch mehr Umbenennungen gibt, die ich wortreich erläutern muss!

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