Opfer sollte bestraft werden 

Obdachlosen getötet: Ein Angeklagter gesteht zum Teil

München - Im Mordprozess um den langsamen und qualvollen Tod eines Obachlosen hat einer der zwei Angeklagten am Mittwoch vor dem Münchner Schwurgericht ein Teilgeständnis abgelegt.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern vor, im August 2014 auf einer Isar-Insel das Opfer durch mindestens 50 Tritte und Schläge mit einer Krücke „grausam und aus niedrigen Beweggründen“ ermordet zu haben. Tatmotiv sei die „Maßregelung“ des Opfers gewesen, das in einem „fremdem Revier“ Pfandflaschen gesammelt habe.

Während der 42 Jahre alte Angeklagte etwa 15 Schläge mit der bloßen Hand einräumte, gab sein damaliger Begleiter nur seine Anwesenheit am Tatort zu. Er habe aber nichts getan, betonte der 54-Jährige. Beide Männer waren nach eigenen Angaben an jenem Abend stark betrunken. Der Ältere wurde am Tag nach der Tat festgenommen. Der Jüngere wurde auf Grund eines europäischen Haftbefehls im März 2015 in Frankreich aufgegriffen und ausgeliefert. Der Prozess ist auf sieben Tage angesetzt.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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