In der ehemaligen McGraw-Kaserne

400 neue Wohnungen für Polizisten und Krankenpfleger 

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Derzeit befindet sich in der ehemaligen McGraw-Kaserne eine Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber.

Bis zu 400 neue Wohnungen für Staatsbedienstete sollen auf dem Gelände der ehemaligen McGraw-Kaserne an der Tegernseer Landstraße entstehen. Mit dem Bau der ersten 140 könnte schon Ende 2017 begonnen werden. Möglicherweise. Das hat die staatliche Wohnungsbaugesellschaft Stadibau mitgeteilt.

München - Innenminister Joachim Herrmann und Finanzminister Markus Söder präsentierten gestern die Pläne in der Kaserne. „Das Gelände liegt im Dornröschenschlaf“, sagte einst der Vorsitzende des örtlichen Bezirksausschusses, Clemens Baumgärtner. Es gibt nicht wenige Kritiker, die der Politik das Gleiche vorwerfen. Denn die ersten Pläne für eine Nachnutzung des Areals stammen aus den 1990er-Jahren. Nun also bewegt sich etwas. Laut den beiden Ministern sollen die ersten 140 Staatsbedienstetenwohnungen 2019/2020 fertiggestellt sein. „Damit wird der Wohnungsmarkt in München insgesamt entlastet“, sagte Söder. Die neuen Bleiben an der McGraw-Kaserne sind nur ein Teil der staatlichen Wohnungsbau-Offensive. Mit Hilfe der Wohnungsbauer von der Stadibau sollen bis 2020 in der Landeshauptstadt mehr als 1000 Wohnungen auf den Weg gebracht werden. Die Staatsregierung rechnet mit einem Investitionsvolumen von mehr als 300 Millionen Euro.

Auf dem Gelände der McGraw-Kaserne sind noch weitere 260 Wohnungen möglich. Herrmann kündigte an, dass möglichst schnell die Grundlagen für den notwendigen Bebauungsplan geschaffen werden sollen. Die Wohnungen sollen vor allem Menschen in niedrigen Einkommensgruppen zugutekommen: Polizisten, Krankenschwestern und Justizbediensteten.

Die ersten 140 Bleiben entstehen im Gebäude der ehemaligen University of Maryland an der Ecke Soyerhof-/Peter-Auzinger-Straße. Für die weiteren bis zu 260 Wohnungen ist das etwa drei Hektar große Areal südlich der Halle 19 vorgesehen. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude selbst soll auch künftig von der Münchner Polizei für Dienstfahrzeuge und Werkstätten genutzt werden können. Die auf dem ehemaligen Kasernengelände schon heute befindlichen 219 Wohnungen in der Bewirtschaftung durch die Stadibau bleiben erhalten.

Derzeit befindet sich in der ehemaligen McGraw-Kaserne eine Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber.

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