Bundesanwalt fordert Verurteilung Zschäpes als Mittäterin

Bundesanwalt fordert Verurteilung Zschäpes als Mittäterin

Polizei hofft auf Hinweise

XY jagt den Vergewaltiger vom Fasangarten

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Das Phantombild des etwa 40-jährigen Vergewaltigers. Im Oberkiefer hat er einen Goldzahn.

München - Im Mai 2013 hat ein Mann eine Erzieherin nahe des S-Bahnhofes Fasangarten in München brutal überfallen und vergewaltigt. Nun jagt die Polizei den Täter mit Hilfe der Zuschauer von "Aktenzeichen XY".

Er griff so kaltblütig an, dass die Münchner Polizei befürchtet: Er hat nicht zum ersten Mal eine Frau angegriffen. Trotzdem ist er bislang in keiner Datenbank: In der Fernsehfahndung "Aktenzeichen XY ungelöst ..." (ZDF, 20.15 Uhr) wird am Mittwochabend ein Münchner Vergewaltiger gesucht. Tatort war an jenem 2. Mai 2013 ein Waldstück nahe des ­General-Kalb-Weges in Obergiesing, nicht allzu weit entfernt vom S-Bahnhof Fasangarten.

Dort war um 17.15 Uhr eine Erzieherin (30) nach der Eltern­versammlung auf dem Heimweg. Auf Höhe der Tennisplätze verließ sie den Weg und lief zehn Meter weit in den Wald hinein, um kurz ein menschliches Bedürfnis zu erledigen. Als sie die Hose gerade wieder hochgezogen hatte, stand plötzlich der Mann hinter ihr. Er stieß sie brutal zu Boden, hielt ihr den Mund zu und sagte im Befehlston nur zwei Worte: „Hose runter!“ In Todesangst wagte die Frau keine Gegenwehr mehr. Hinterher floh der Mann sofort.

Spur endet an der Cincinnattistraße - Täter stieg vermutlich in Auto

Der Fluchtweg (roter Pfeil) des Täters führt vom Tatort am General-Kalb-Weg an den Tennisplätzen vorbei bis zum Parkplatz an der Cincinnatistraße. Dort verlor der Suchhund seine Spur.

Am nahen Tennisplatz traf die völlig verstörte Frau auf Passanten, die ihre Notlage erkannten und die Polizei riefen. Ein Suchhund verfolgte die Spur des Täters entlang des Tennisplatzes bis zu einem Parkplatz an der Cincinnattistraße. Dort endete sie: „Wir gehen davon aus, dass der Täter da in ein Auto gestiegen ist“, vermutet Rainer Samietz, Leiter des Kommissariats 15 für Sexualdelikte (Tel.: 2910-0).

Trotz ihres schweren Schocks konnte die Frau ihren Peiniger gut beschreiben. Das Phantombild soll ihm sehr ähnlich sein: Er ist etwa 40 Jahre alt, 1,80 Meter groß und von kräftiger Statur. Er hat buschige Augenbrauen und einen sehr auffälligen Goldzahn im Bereich der Schneidezähne im Oberkiefer. Er trug eine schwarze, glänzende Jogginghose, eine blaue Nylonregenjacke mit Reißverschluss und bronzefarbenen oder goldenen Knöpfen sowie weiße Turnschuhe. Von dem Vergewaltiger existiert zudem ein komplettes DNA-Muster – bislang spuckte der Polizeicomputer aber keinen Treffer aus.

Dorita Plange

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