Soziale Einrichtung eröffnet

Dominik Brunners Vermächtnis lebt

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Uli Hoeneß im Hausaufgabenzimmer.

München - Es ist ein Andenken an den mutigen ermordeten Geschäftsmann und dessen Zivilcourage: Heute wird das Dominik-Brunner-Haus der Johanniter offiziell eingeweiht. 

Dominik Brunner († 50) ist gestorben, aber sein Erbe bleibt. Engagement, Aufmerksamkeit und Nächstenliebe! Denn: Am Freitag ist in der Görzer Straße (Ramersdorf) das Dominik-Brunner-Haus der Johanniter Unfallhilfe eröffnet worden. Dort werden 104 Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien betreut.

Die Dominik-Brunner-Stiftung hatte den Anbau ermöglicht. Die Stiftung war nach dem gewaltsamen Tod des Unternehmers gegründet worden – er hatte sich 2009 schützend vor vier Schüler gestellt, als drei Jugendliche diese in der S-Bahn ausrauben wollten. Am S-Bahnhof Solln prügelten die Jugendlichen Brunner zu Tode.

OB Reiter: „Unglaublich tolles Signal“

OB Dieter Reiter (58, SPD) sprach bei der Eröffnung von einem „unglaublich tollen Signal, dass uns in München Chancengleichheit nicht egal ist“. Möglich geworden war das Projekt durch eine Großspende von FC-Bayern-Boss Uli Hoeneß (65), der sich seit Jahren für das Andenken an Dominik Brunner und dessen Zivilcourage einsetzt. Hoeneß machte sich am Freitag selbst ein Bild von der neuen Einrichtung.

In dem Haus gibt es eine Krippen- und eine Kindergartengruppe sowie sechs Kinder- und Jugendgruppen. Für jedes Kind stellen Pädagogen ein individuelles Förderkonzept auf. Arnold Rümker, Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe: „Hier können wir den Teufelskreis aus Armut, niedriger Bildung und fehlenden Zukunftschancen durchbrechen.“

Das Dominik-Brunner-Haus an der Görzer Straße.

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