Schulbus kracht in Hauswand - Mindestens 20 Verletzte

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Stadtviertel-Serie

Giesing: Das Schicksalsjahr fürs Uhrmacherhaus

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Schmerzliche Baulücke: Das denkmalgeschützte und illegal abgerissene Uhrmacherhäusl soll wieder aufgebaut werden. 

Wie sich die Münchner Viertel im Jahr 2018 verändern werden lesen Sie hier in unserer Stadtviertel-Serie. In Giesing sorgte ein illegaler Abriss für Schlagzeilen. 

München - Wie geht es weiter mit dem illegal abgerissenen Uhrmacherhäusl in Obergiesing? Was passiert mit dem Grundstück an der Oberen Grasstraße 1, auf dem einst das denkmalgeschützte Haus stand? Die Stadt will den Investor zum Wiederaufbau des Hauses in seiner ursprünglichen Form und Größe zwingen. In diesem Jahr wird sich klären, ob dies funktioniert oder ob es zu einem langwierigen Rechtsstreit kommen wird. Der Eigentümer hatte das Haus im September vergangenen Jahres abreißen lassen, obwohl er nur die Erlaubnis zur denkmalgerechten Sanierung hatte.

Mehr Grün - Weißenseepark

Für den dritten Bauabschnitt der Grünanlage am Weißenseepark ist eine umfassende Altlasten-Sanierung auf den Flächen der ehemaligen Kleingartenanlage notwendig. Dafür müssen die oberen Bodenschichten abgetragen werden. Deshalb werden Anfang 2018 auf dem Gelände zahlreiche Bäume und Gehölze entfernt. Bis zur Fertigstellung 2019 werden mehr als 70 Großbäume nachgepflanzt.

Platz für Fußgänger an Tegernseer Landstraße

Eigentlich sollte im Frühjahr mit dem Umbau der Fuß- und Radweg- Unterführung unter der Tegernseer Landstraße begonnen werden. Der Tunnel an der Otkerstraße ist eine wichtige Verbindung zwischen Ober- und Untergiesing, zudem der kürzeste Weg vom Agfa-Gelände zur U-Bahnstation Wettersteinplatz. Auf Obergiesinger Seite ist alles klar, hier wird mit Unterstützung des benachbarten Hotels ein Aufzug eingebaut. Auf Untergiesinger Seite ist eine Rampe geplant, für die jedoch ein großer Baum gefällt werden müsste. Dagegen hat ein Anwohner eine Petition eingereicht. Bis zur Klärung des Konflikts ist der Bau auf Eis gelegt.

Umbau am Asamgymnasium

Am Asamgymnasium sollen ab Sommer die Baugruben ausgehoben werden, die Schule an der Schlierseestraße wird erweitert. Künftig sollen hier sieben statt wie bisher fünf Parallelklassen pro Jahrgang Platz finden. Das bestehende Gebäude wird um ein fünfgeschossiges Haus erweitern. Im Erdgeschoss soll eine Mensa mit 300 Plätzen samt Küche unterkommen. Zudem ist eine multifunktionale Pausenfläche geplant, die auch als Versammlungsstätte genutzt werden soll. In die oberen Stockwerke kommen Klassenzimmer. Die beiden bestehenden kleinen Sporthallen auf dem Schulgelände werden durch eine teilweise im Erdreich versenkte große Halle ersetzt. Und auf dem Dach wird noch ein Allwetterplatz gebaut.

Im Frühsommer sollen auch an der Lutherkirche die Bauarbeiten starten. Das Problem der Gemeinde: Kirche, Pfarrhaus und Pfarramt an der Martin-Luther-Straße stehen auf der einen Seite, auf der anderen Seite das Gemeindehaus – dazwischen eine mehrspurige Straße mit viel Verkehr. Die Lösung: Im bisherigen Pfarrhaus und Pfarrgarten soll durch umfassende Umbauten und mit Rücksicht auf die denkmalgerechte Fassade ein modernes Gemeindezentrum entstehen. Damit wären künftig alle Kirchenräume vereint.

Neues Wohngebiet

Ende des Jahres könnte auch an der Münchberger Straße im Fasangarten Baubeginn sein. Zwischen Münchberger-, Kronacher-, Fasangartenstraße und der Autobahn A8 soll innerhalb von vier Jahren ein neues Wohngebietmit rund 220 Wohneinheiten, Kindergarten und Bürgertreff entstehen. Allerdings wehren sich die Anwohner vehement gegen die Pläne. Sie kritisieren die fünfstöckige Bebauung und die Verkehrserschließung. Vor allem aber fürchten sie, dass die Frischluftschneise durch die Wohnblocks und die notwendige Lärmschutzwand zur Autobahn abgeschnitten wird. Über eine von den Bürgern geforderte Anpassung der Planung an die geäußerten Bedenken war bislang nichts zu hören. 

Carmen Ick-Dietl

Stadtviertel-Serie: So verändern sich die Münchner Viertel

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