Zur Biergarten-Saison

Giesinger Bräu: Neuer Standort ab Mai

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Steffen Marx (36), Braumeister und Inhaber von Giesinger Bräu

München - Die Giesinger Bräu wird am 1. Mai ihr neues Bräustüberl am Giesinger Berg eröffnen. Die tz hat sich erkundigt, wie es mit dem Projekt läuft und was alles geplant ist.

Herr Marx, vor genau einem Jahr berichtete die tz von Ihren Expansions-Plänen, dem Vorhaben, mit Ihrer Brauerei im Herbst 2013 direkt an den Giesinger Berg zu ziehen und in einem alten Gebäude der Stadtwerke ein Bräustüberl zu eröffnen. Und, wia schaut’s jetzt aus?

Marx: Das Projekt steht natürlich noch, hat sich jetzt nur ein wenig verzögert. Wir brauchen noch ein paar Taler dafür, wollen das jetzt in Ruhe angehen und haben uns vorgenommen, am 1. Mai zu eröffnen. Pünktlich zur Biergarten-Saison wird es dann in der Martin-Luther-Straße 2 echtes und frisches Giesinger Bier geben. Das Bräustüberl hat dann einen Innen- und einen Außenbereich mit Terrasse, dazu gibt es einen kleinen Shop, wo man Getränke und Souvenirs kaufen kann, es gibt Braukurse und Führungen durch die Brauerei.

Läuft ja richtig gut bei Ihnen. Hätten Sie sich bestimmt nicht gedacht, als Sie vor fünf Jahern als Selfmade-Brauer anfingen …

Marx:  Nein. Ich hatte ja keine Ahnung, wie sich das entwickeln würde. 2008 haben wir mit 200 Hektolitern im Jahr angefangen, in diesem Jahr sind es schon 1000. Damit sind wir in unseren Räumen in der Birkenau in Untergiesing, wo die Brauerei gerade mal aus vier umgebauten Doppelgaragen besteht, schon an den Grenzen unserer Kapazitäten. Mehr geht da nicht mehr.

Wie viel werden Sie dann in der neuen Braustatt produzieren?

Marx: Ich hoffe so an die 5000 Hektoliter. Immer noch kein Vergleich zu den zwei Millionen Hektolitern von Paulaner, da können und wollen wir auch gar nicht mithalten. Wir sind in einer Nische, und das kommt gut an bei den Leuten.

Wo gibt es das Giesinger denn zu kaufen?

Marx: Im Moment verkaufen wir beispielsweise unser Glühbier am Weihnachtsmarkt auf der Dachterrasse vom Oberpollinger.

Glühbier?

Marx: Ja, das wird auf 75 Grad erhitzt, schmeckt sehr interessant. Dazu haben wir in der 0,75-Liter-Flasche noch einen Weihnachtstrunk, ein Bockbier mit 6,8 Prozent, angereichert mit Mandarine, Zimt und Nelke. Wir schenken den Münchnern gscheit ein.

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tz

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