Streit wegen Geld und Eifersucht

Iraker übergießt Freundin mit heißem Wasser

München - In Obergiesing hat ein Iraker seine Freundin mit heißem Wasser übergossen und mit einem Messer verletzt. Grund war offenbar ein Streit um Geld und Eifersucht.

Der Vorfall ereignete sich bereits am Mittwoch, die Polizei hat ihn aber erst jetzt mitgeteilt. Die 31-jährige Frau aus Litauen war in die Nachbarwohnung geflüchtet, woraufhin die Polizei alarmiert wurde. Die Frau hatte Verbrühungen an den Armen und am Rücken sowie eine Stichverletzung. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht - ebenso der Mann, da er Schnittverletzungen an der Hand hatte. Der Fall stellte sich aber erst verquer dar.

Vor Ort machten der 30-jährige Iraker und die 31-Jährige zunächst gegenteilige Aussagen. Es sah so aus, als hätte die Frau sich die Verletzungen selbst zugefügtt. Bei den ersten Ermittlungen durch das Fachkommissariat für Fälle der häuslichen Gewalt ergaben sich jedoch Zweifel, die Mordkommission wurde mit dem Fall betraut. Da die Frau eine Stichverletzung in der Brust hat, wird von einem versuchten Tötungsdelikt ausgegangen. Bei einer Vernehmung hat der Mann eingeräumt, die Frau verletzt zu haben. Als Grund gab er einen Beziehungsstreit wegen Geld und Eifersucht. Die Staatsanwaltschaft wird Haftbefehl wegen versuchten Totschlags beantragen und der Tatverdächtige zur Entscheidung der Haftfrage dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt.

Zweijähriges Kind war in der Wohnung

Die drei gemeinsamen Kinder der Tatbeteiligten im Alter von 2, 5 und 8 Jahren, von denen sich nur das Jüngste in der Wohnung zur Tatzeit befand, wurden der Obhut des Jugendamtes übergeben. Die Ermittlungen dauern an.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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