Starkbieranstich

Maximilian Schafroth will als Nockherberg-Fastenprediger die Politprominenz zum Schäumen bringen

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Sprudelt vor Ideen: Nockherberg-Fastenprediger Maxi Schafroth

Eine quirlige Grüne, die ihre Kollegen pausenlos zur Weißglut bringt, die neue Männerfreundschaft zwischen Markus Söder und Hubert Aiwanger – das Singspiel auf dem Nockherberg verspricht unterhaltsam zu werden. Der neue Fastenredner Maxi Schafroth versprüht ebenso große Vorfreude.

München - In welcher Rolle würde Maxi Schafroth wohl auf den Nockherberg kraxeln? Bei der Pressekonferenz zur Salvatorprobe am Donnerstag brach der Allgäuer endlich sein Schweigen. Doch siehe da: Der sympathische Lockenkopf wird weder eine Mönchskutte tragen noch als Papa Bavaria auftreten. Stattdessen bleibt Schafroth er selbst am Rednerpult – als Bauernbub und Banker, mit einer zehnseitigen Fastenpredigt in der Hand und jeder Menge Kreativität im Kopf. Lampenfieber? Nein! Dafür ist die Vorfreude maximal.

Maxi Schafroth wird niemanden schonen 

„Ich will den Leuten im Saal auf Augenhöhe begegnen“, erklärt Schafroth, „als Bürger, der seine Meinung vertritt, der Fragen stellt und der von unten her gräbt – anstatt von oben draufzuhauen.“ Aber: Nur, weil der Allgäuer keine Watschn verteilen mag, heißt das nicht, dass seine Worte weniger wirken. „Es wird bestimmt ein paar Politiker geben, die beleidigt heimgehen.“ Aber das sei in Ordnung, sagt Schafroth. Schließlich habe er eine Rede geschrieben, mit der er sich wohlfühlt. Mit den Konsequenzen könne er leben.

Aus 60 DIN-A-4-Seiten hat Schafroth in den vergangenen Wochen all die Infos herausdestilliert, die sich zum Derblecken eignen. Späße, Spitzen, Pointen, mit denen er die Politprominenz zum Schäumen bringen will. Schafroth selbst sprudelt – vor Freude und Kreativität. Sein Hauptquell bei der Recherche sei das Allgäuer Bauernblatt gewesen, witzelt er. Dadurch habe er sich innerlich bereits der CSU angenähert. Moment mal, ein Fastenprediger, der sich politisch positioniert? „Des habt’s eich selber ei’brockt“, sagt Schafroth und lacht.

Zahlreiche Proben - Schafroth will absolut textsicher sein

Viermal hat er seine Rede durchgesprochen. Vor einem, nun ja, eher schweigsamen Publikum. Um die Atmosphäre im Saal zu proben, hat Schafroth ein Publikum arrangiert: Ministerpräsident Markus Söder in Form eines Kohlkopfs, Katharina Schulze als Süßkartoffel. Die Reaktionen? „Uneinschätzbar.“ Die größte Herausforderung sei, bei der Vorbereitung nicht zu verkopfen, sagt Schafroth. Denn: „Am Dienstag muss jeder Satz sitzen.“ Vor seinem Debüt als Nockherberg-Fastenprediger mangelt es dem Allgäuer nicht an Selbstbewusstsein.

Maxi Schafroth ist – zumindest, was seine Rolle als Fastenprediger betrifft – nicht der einzige Neuling auf dem Nockherberg. Auch das Salvator-Singspiel von Richard Oehmann und Stefan Betz hält Premieren bereit. So wird die Grünen-Politikerin Katharina Schulze – verkörpert durch die Berliner Schauspielerin Sina Reiß – erstmals über die Bühne hüpfen. Im wahrsten Sinne des Wortes! Denn die quirlige Grüne wird laut Reiß ihre Kollegen zur Weißglut bringen – „pausenlos“. Dabei dreht sich das Salvator Singspiel („Das kleine Glück“) vor allem um eins: Freundschaft! Um eine besondere: die neue Männerfreundschaft zwischen Ministerpräsident Markus Söder und seinem Stellvertreter Hubert Aiwanger.

Neben den beiden werden noch ein paar andere, um es mit den Worten des Autors zu sagen, „Komödien-Charaktere über die Bühne hampern“. Darunter: Scheuer, Merkel, Nahles und ein „sagenumwobenes Wesen“. An welchem Ort das (Freundschafts-)Spiel stattfinden wird, ist noch geheim. Einen Tipp gab’s aber: „Es ist ein Ort, an dem viele verlorene Seelen der CSU hausten.“

Sarah Brenner

Lesen Sie auch: Mit 33 ist Maxi Schafroth der jüngste Derblecker - Das plant der Neue am Nockherberg

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