Fall aus dem Jahr 2001

Verbrechen in der Nähe einer Schule - Erinnerungen an altes Vergehen werden wach

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Der Tatort in der Blumenstraße: Hier wurde im Jahr 2001 die siebenjährige Anna vergewaltigt.

Nachdem ein Unbekannter sich in Obergiesing an einer Elfjährigen vergangen hat, fahndet die Polizei nach dem flüchtigen Täter. Derweil werden Erinnerungen wach.

München - Der Vorfall in Giesing erinnert an ein Verbrechen, das München im Jahr 2001 in Atem hielt. Am Morgen des 19. Oktober gelang es einem Mann, die Klosterschule an der Blumenstraße zu betreten. In der Mädchentoilette vergewaltigte er eine Siebenjährige. 15 Minuten nach Unterrichtsbeginn fand eine Lehrerin das schwer verletzte, vor Angst gelähmte Kind. Es war bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt worden. Eine Not-Operation rettete sein Leben.

Erinnerungen an alten Fall 

In den zehn Wochen darauf war der Mann einer der meistgesuchten Verbrecher Deutschlands. In Schulen ging die Angst um, eine Debatte um den Umgang mit Sexualstraftätern brach los. Am 4. Januar 2002 hatte ihn die Polizei gefasst. Fingerabdrücke hatten den vorbestraften Herumtreiber und Stricher Sven K. (18) überführt. Bereits am 17. August 2001 hatte er in der Frauenklinik an der Maistraße eine Reinigungskraft (20) vergewaltigt.

Verurteilter aus München erhängte sich in Zelle 

Sein letztes Opfer war an Silvester eine Wirtin (56) am Starnberger See. Vor Gericht sagte er selbst: „Sperrt mich ein. Ich bin gefährlich.“ In der Nacht zum 27. Juni 2004 wurde Sven K. tot in seiner Zelle in der JVA Straubing gefunden. Er hat sich mit einem Schnürsenkel an einem Türscharnier erhängt.

Zum aktuellen Fall in Obergiesing: Ein Experte erklärt, wie der Täter mit der Wolfsmaske tickt.

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