Im Krieg zerstört

Nach 70 Jahren: Kaskaden am Ostfriedhof wiederhergestellt

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Wie einst im Jahr 1900: Die Kaskaden am Ostfriedhof bedurften einer umfassenden Sanierung, nun können Besucher sie wieder nutzen. 

Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Brunnenanlage am Ostfriedhof wird nach zwei Jahren Sanierung am Donnerstag wiedereröffnet.

München - Zwei Jahre lang ist die historische Kaskadenanlage im Ostfriedhof am St.-Martins-Platz in Obergiesing restauriert worden. Nun ist die Brunnenanlage fast wieder im Originalzustand des Jahres 1900. Am morgigen Donnerstag wird die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Anlage wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der einstige Stadtbaudirektor Hans Grässel, dem München seine vier großen nach den Himmelsrichtungen ausgerichteten Friedhöfe verdankt, hatte die Brunnenanlage im Jahr 1900 errichten lassen. Die Tradition der Kaskaden geht bis in die Antike zurück. Die Einbeziehung einer solchen Anlage in einen Friedhof ist laut Stadt einzigartig.

Grässel überbrückte mit den Kaskaden den natürlichen Höhenunterschied in diesem Teil des Ostfriedhofs. Die Brunnenanlage erstreckt sich über mehrere Ebenen mit Fontänen, Balustraden, Wasserbecken, Treppen und Ruheplätzen. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wuchs 70 Jahre lang Gras aus den ehemaligen Wasserbecken und die Anlage verfiel nach und nach. Nichts deutete darauf hin, dass hier eines Tages wieder Wasser plätschern würde.

Jetzt ist dies gelungen. „Wenn man sich heute in der restaurierten Kaskadenanlage umsieht, kann man sofort sehen, dass sich der Einsatz gelohnt hat“, sagt Münchens Umweltreferentin Stephanie Jacobs. „Die Kaskadenanlage gehört unverwechselbar zum Charakter unseres Ostfriedhofs und macht ihn zu etwas Besonderem.“ Die offizielle Wiedereröffnung ist am Donnerstag um 18 Uhr. Für Musik sorgen die „Munich Opera Horns“. Die Hornisten der Bayerischen Staatsoper spielen unter anderem Auszüge aus der Wassermusik von Georg Friedrich Händel. Alle Bürger sind zu der Feier eingeladen.

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