Für den Wettersteinplatz

Parkgaragen-Idee abgelehnt: Keine Autos im U-Bahn-Hohlraum

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Der leere Raum unter dem Wettersteinplatz könnte als Tiefgarage genutzt werden, so die Idee. 

Die Idee, in einem Hohlraum des U-Bahn-Bauwerks unter dem Wettersteinplatz eine Tiefgarage einzurichten, kommt nicht voran. Die CSU kann ihren Plan wieder nicht durchsetzen.

München - Im Bezirksausschuss wurde ein Antrag der CSU mit 11:10 Stimmen denkbar knapp abgelehnt. Um den toten Raum direkt über dem U-Bahnsteig ist im örtlichen Bezirksausschuss (BA) schon wiederholt gerungen worden. (Lesen Sie hier unseren bericht aus dem Jahr 2010) Bei der neuerlichen Debatte standen sich wieder zwei Fraktionen gegenüber.

Die Garagenbefürworter aus den Reihen der CSU sehen längst keine Alternative mehr zu entsprechenden Planungen. „Der Parkdruck ist erheblich, und die Situation hat sich in den letzten Jahren noch einmal deutlich verschlechtert“, befand BA-Chef Clemens Baumgärtner (CSU). Es sei nun „an der Zeit“, eine vollautomatische Tiefgarage einzurichten. Bevorzugt für Anwohner, aber auch für andere Bürger. 200 Fahrzeuge, so eine Schätzung, könnten in dem Bauwerk Platz finden. Baumgärtner erinnerte daran, dass die Münchner Löwen ins Stadion an der Grünwalder Straße zurückkehren werden. Das werde den Parkdruck zusätzlich erhöhen. Andere Parkressourcen wie etwa am Candidplatz fielen den Dauerparkern dort zum Opfer. Die Parkgarage am Wettersteinplatz sei alternativlos.

Die Argumentation verfing bei SPD und Grünen aber nicht. Helga Hügenell (SPD) mahnte insbesondere das Schutzbedürfnis örtlicher Einrichtungen wie Fromundschule und Kindergarten an. Eine Tiefgarage ziehe noch mehr Verkehr an, und die Luft werde weiter verschlechtert. „Anwohner und Bürger haben doch ein Recht, erst einmal angehört zu werden“, forderte sie. In eine weitere Kerbe schlugen Brar Braren (Grüne) und SPD-Mann Wilhelm Hanseder. „Die Realisierung der Tiefgarage würde doch lange fünf bis sechs Jahre dauern. Ich hoffe inständig, dass die Löwen dann nicht mehr in Giesing spielen“, sagte Braren.

Wilhelm Hanseder glaubt überhaupt nicht, dass sich eine Tiefgarage an dieser Stelle wie von der CSU gedacht verwirklichen lasse. „Der Hohlraum ist doch von Seiten der Stadt in eine nachrangige Kategorie 3 eingeordnet – das wird sicher nichts.“

Die Mehrheit im Bezirksausschuss stimmte schließlich gegen den Vorschlag. BA-Chef Baumgärtner kommentierte das Ergebnis so: „Herzlichen Glückwunsch. Die Stellplatzablöse kassieren jetzt andere.“ Der Hohlraum bleibt dennoch versiegelt. 

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