Einschränkungen bei Bus und Tram

Wegen Bauarbeiten: Monatelange Sperrung am Ostfriedhof 

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Bei Bus und Tram rund um den Ostfriedhof gibt es ab Pfingsten bis Dezember gravierende Einschränkungen.

München - Fahrgäste der Tramlinien 15/25, 17 und N27 und der Busses X30 und N45 müssen sich mit Beginn der Pfingstferien auf eine Großbaustelle am Ostfriedhof einstellen. Wegen Bauarbeiten kommt es hier bis Anfang Dezember zu gravierenden Einschränkungen.  

Wie die MVG mitteilt, wird das große Gleiskreuz am Ostfriedhof ab Dienstag, 26. Mai, erneuert und erweitert. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Anfang Dezember dauern. 

Gleichzeitig werden in einigen benachbarten Abschnitten dieser Linien sukzessive weitere Gleise erneuert, Haltestellen umgebaut und barrierefrei gestaltet sowie Straßenbauarbeiten durchgeführt. Daher sind Schienenersatzverkehre (SEV) und Umleitungen erforderlich.

Auch die Buslinien X30 und N45 verlassen teilweise ihren regulären Linienweg. Die Bauarbeiten werden in mehreren aufeinander folgenden Bau- und Verkehrsphasen abgewickelt; so kann zumindest immer ein Teil des Verkehrs aufrechterhalten werden.

Der Ersatzfahrplan für Bus und Tram

26. Mai – 7. Juni (Pfingstferien): In den Pfingstferien von Dienstag, 26. Mai bis Sonntag, 7. Juni muss die Gleiskreuzung der Straßenbahn am Ostfriedhof voll gesperrt werden.

Dies hat auf den Trambetrieb folgende Auswirkungen:  Tram 15/25: Auf beiden Linien fahren Busse statt Züge. Tram 17: Zwischen Amalienburgstraße und Sendlinger Tor läuft der Betrieb regulär. Zwischen Karlsplatz (Stachus) und Schwanseestraße fahren Busse statt Züge. Zum Umsteigen zwischen Tram 17 und Bus wird die Haltestelle Karlsplatz (Stachus) empfohlen.

NachtTram N27: Zwischen Petuelring und Sendlinger Tor fahren wie gewohnt Züge. Zwischen Karlsplatz (Stachus) und Großhesseloher Brücke sind ersatzweise Busse im Einsatz. Ein gesicherter Anschluss besteht an der Haltestelle Karlsplatz (Stachus).

Bus: Der ExpressBus X30 wird während der gesamten Bauzeit bis Anfang Dezember zwischen Tegernseer Landstraße und Ostbahnhof umgeleitet. Die Haltestelle Ostfriedhof entfällt, ersatzweise wird die Haltestelle Werinherstraße (Höhe Einmündung Eintrachtstraße) eingerichtet.

8. Juni – 9. August: Während dieser Phase ist die Kreuzung am Ostfriedhof für Trambahnen teilweise befahrbar. Daraus ergeben sich folgende Änderungen:

Tram 15/25: Den Abschnitt zwischen Max-Weber-Platz und Ostfriedhof (sowie weiter zur Schwanseestraße) übernimmt die Ersatztram 35. Auf den übrigen Streckenabschnitten fahren weiter Busse statt Züge, nämlich zwischen St.-Martins-Platz und Klinikum Harlaching (Linie 15) bzw. zwischen St.-Martins-Platz und Grünwald (Linie 25). Der Umstieg zwischen Tram und Bus erfolgt an der Haltestelle St.-Martins-Platz (die Haltestelle Ostfriedhof kann von den Bussen nicht bedient werden).

Tram 17: Zwischen Amalienburgstraße und Sendlinger Tor fahren wie gewohnt Züge. Zwischen Karlsplatz (Stachus) und St.-Martins-Platz verkehren weiterhin Busse. Den Abschnitt zwischen Ostfriedhof, St.-Martins-Platz und Schwanseestraße bedient die Ersatztram 35.  NachtTram N27: Die Züge fahren verkürzt zwischen Petuelring und Sendlinger Tor. Zwischen Karlsplatz (Stachus) und Großhesseloher Brücke verkehren Ersatzbusse. Der Anschluss zwischen der NachtTram N27 und den Ersatzbussen wird am Karlsplatz (Stachus) gewährleistet.

Bus: Der ExpressBus X30 fährt weiter auf der Umleitungsstrecke via Werinherplatz statt Ostfriedhof. Der NachtBus N45 wird zwischen Silberhornstraße und Orleansstraße über Werinherstraße und Thomasiusplatz umgeleitet. Die Haltestellen Ostfriedhof, Regerplatz, Schwester-Eubulina-Platz und Auerfeldstraße entfallen. Auf dem Umleitungsweg stoppen die Nachtbusse an den Haltestellen Werinherstraße (wie X30), Ursberger Straße, Thomasiusplatz, St.-Martin-Straße Ost und St.-Cajetan-Straße (wie Bus 54).

Über die von Montag, 10. August bis Anfang Dezember  erforderlichen Änderungen wird die MVG rechtzeitig mit einer separaten Pressemitteilung informieren.

Geplant ist, den Trambahnbetrieb nach Grünwald mit Beginn des neuen Schuljahres am 15. September wieder aufzunehmen.

Einschränkungen für Anlieger und Autofahrer

Neben den Fahrgästen sind auch alle übrigen Verkehrsteilnehmer und die Anlieger von Einschränkungen betroffen. Besonders rund um den Ostfriedhof sind während der gesamten Bauzeit bis Dezember 2015 Sperrungen und Umleitungen erforderlich, ebenso in der Tegernseer Landstraße zwischen Candidstraße und Silberhornstraße. Auch Parkplätze fallen weg.

Autofahrern wird empfohlen, die Baustellenbereiche nach Möglichkeit zu umfahren. Alle Geschäfts- und Gebäudezugänge sowie die Zufahrten bleiben trotz der Bauarbeiten erreichbar. Allerdings ist mit Einschränkungen etwa durch Lärm und Schmutz zu rechnen. Gebaut wird in der Regel montags bis samstags von ca. 6 bis 20 Uhr, bei Notwendigkeit aber auch über diese Zeiten hinaus.

Was wird gebaut?

Die Erneuerung der Gleisanlage am Ostfriedhof ist besonders komplex bzw. zeitaufwendig und bildet daher den Auftakt der Baumaßnahmen ab Dienstag, 26. Mai. In den Pfingstferien wird erst die Fahrleitungsanlage im Kreuzungsbereich erneuert. Dann folgen Schritt für Schritt die Gleisbauarbeiten.

Die Gleiskreuzung besteht in dieser Form seit 1997 und ist durch die intensive Nutzung dringend auszutauschen. Darüber hinaus wird die bisher fehlende Abbiegebeziehung zwischen dem Nord- und Westast der Kreuzung ergänzt, um die Gleiskreuzung künftig so flexibel wie möglich nutzen zu können.

Außerdem ist geplant, die Haltepositionen barrierefrei auszubauen und für einen möglichen Einsatz längerer Straßenbahnzüge auszulegen. Zur Verbesserung der Umsteigebeziehungen sollen die Gleisanlagen außerdem für die Mitbenutzung von Bussen ausgelegt werden. 

In der zweiten Juni-Hälfte kommen die Bauarbeiten in der südlichen Tegernseer Landstraße dazu. Hier erneuern SWM/MVG die Gleise in leicht veränderter Lage. Zwischen Wirtstraße und Tegernseer Platz werden im Zuge der Neuordnung der Tegernseer Landstraße auch Radfahrverbindungen geschaffen. Außerdem wird der Knotenpunkt an der Ecke Wirtstraße/Tegernseer Landstraße umgestaltet. Diese Maßnahmen entstammen dem vom Stadtrat beschlossenen ersten Baustein der „Machbarkeitsstudie zur verkehrlichen Neuordnung der Tegernseer Landstraße“. Darüber hinaus wird die Tramhaltestelle Tegernseer Landstraße barrierefrei ausgebaut.

Weitere Gleiserneuerungen sollen parallel im Kreuzungsbereich Stein-/ Kellerstraße, am Authariplatz, an der Großhesseloher Brücke sowie an der Bavariafilmstraße und am Derbolfinger Platz in Grünwald stattfinden. Wo möglich wird dabei auch die Barrierefreiheit an Haltestellen verbessert. Darüber hinaus finden an verschiedenen Stellen der gesperrten Trambahn-Abschnitte weitere Straßenbauarbeiten in den Gleis- und Haltestellenbereichen statt.

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