31-Jährige abgezockt

Unglaublicher Vorfall an Haltestelle - "Frau verhext"

München - Unglaublicher Vorfall an einer Tramhaltestelle in Obergiesing. Eine "Wunderheilerin" erklärte einer 31-Jährigen, dass sie verhext sei. Die junge Frau zahlte tatsächlich einen hohen Betrag, um den Fluch zu lösen.

Es ist eine betrügerische Masche, mit der immer wieder leichtgläubige Menschen um ihr Geld gebracht werden: Am vergangenen Dienstag hat in Obergiesing eine vermeintliche Wunderheilerin eine 31-jährige Hausfrau um 230 Euro geprellt.

An der Trambahnhaltestelle „Tegernseer Platz“ sprach eine etwa 60-jährige Frau gegen 17.30 Uhr das Opfer an. Sie erklärte der Hausfrau, dass auf ihr ein Fluch laste. Die ältere Dame versprach jedoch, mit Gebeten Abhilfe schaffen zu können. Kostenpunkt: 200 Euro. Das naive Opfer ließ sich dazu überreden, für das Geld bekam sie zwei Marienbilder. Anschließend bat die Betrügerin noch an, für die Hausfrau in einer Kirche ein Amulett zu öffnen. Diese Dienstleistung kostete die 31-Jährige weitere 30 Euro. Erst nachdem die Täterin sich verabschiedet hatte, kam der Hausfrau in den Sinn, dass sie einer Betrügerin aufgesessen war. Sie erstattete am nächsten Tag Anzeige. Die Polizei bittet Zeugen unter 089/ 291 00 um Hinweise.

Aus gegebenem Anlass warnt die Polizei vor den selbsternannten Wunderheilerinnen, die regelmäßig in der Landeshauptstadt leichtgläubige Menschen abziehen. Meist versprechen sie, Flüche durch „heilende Handlungen“ zu beseitigen, etwa indem sie Knoten aus Tüchern lösen, bestimmte Wurzeln vorzeigen oder Gebete sprechen. Dafür kassieren sie häufig mehrere tausend Euro. Die Polizei appelliert, solche Betrügerinnen umgehend anzuzeigen.

mm

Rubriklistenbild: © Westermann

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