Streit in Lokal: 44-Jähriger sticht auf Kontrahent ein

München - Ein Messer gezogen und zugestochen hat ein 44-Jähriger bei einem Streit in einem Obergiesinger Lokal. Die Mordkommission ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

Am Mittwoch, 30. Mai, kam es gegen Mitternacht in einem Lokal in Obergiesing zu einem Streit zwischen zwei Gästen. Der spätere Tatverdächtige, ein 44-jähriger Kroate, verließ daraufhin zunächst das Lokal, kehrte aber wenige Minuten später wieder dorthin zurück. Dort traf er auf den Streitgegner von zuvor, einen 46-jährigen Bosnier. Die beiden gerieten wieder aneinander, plötzlich zog der Kroate ein Messer und stach auf den Bosnier ein.

Der 44-Jährige flüchtete daraufhin vom Tatort. Der Geschädigte wurde mit dem Notarzt in ein Münchner Krankenhaus zur stationären Behandlung gebracht. Er erlitt eine Stichverletzung im Oberkörperbereich und wurde in ein künstliches Koma versetzt. Lebensgefahr besteht derzeit aber nicht. Im Rahmen der Fahndung erfolgte auch die Einbindung der Taxizentrale.

Daraufhin teilte ein Taxifahrer, der den Tatverdächtigen offenbar als Gast hatte, den Zielort seiner Fahrt, eine Gaststätte, mit. Das SEK (Spezialeinsatzkommando) Südbayern konnte den Tatverdächtigen widerstandslos beim Verlassen des Lokals in der Nacht auf Donnerstag gegen 3 Uhr festnehmen. Dabei führte er die vermeintliche Tatwaffe, ein Taschenmesser, bei sich. Vor Ort übernahm die Münchner Mordkommission die Ermittlungen. Bei seiner ersten Vernehmung räumte der Tatverdächtige die Tat ein.

Am Freitag wird er dem zuständigen Ermittlungsrichter zur Entscheidung der Haftfrage vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft München I wird nach derzeitigem Ermittlungsstand Haftbefehl wegen eines versuchten Tötungsdeliktes beantragen.

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