Naturstadtviertel mit Schloss

Obermenzing

Schloss Blutenburg
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Schloss Blutenburg

Der Stadtteil Obermenzing in München ist für seine malerische Lage an der Würm bekannt und daher auch ein beliebtes Wohngebiet. Das Highlight des Stadtviertels ist ein altes Jagdschloss, heute von großer Bedeutung für die Kultur in Obermenzing. Mehr zum Stadtteil Obermenzing, seiner Geschichte und sehenswerten Orten.

Obermenzing – Bis ins Jahr 1957 hinein konnte man in diesem Münchner Stadtteil von Schloss Blutenburg direkt auf Schloss Nymphenburg blicken. Dann versperrte eine neue Wohnsiedlung die besondere Aussicht. Die Siedlung trägt den passenden Namen „Am Durchblick“. Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert.

Der Stadtteil Obermenzing in München und seine Geschichte

Bis zum 14. Jahrhundert nach Christus wurden Ober- und Untermenzing in Dokumenten nicht unterschieden. Die beiden Stadtteile waren allgemein als Menzing bekannt. Spuren einer Besiedlung im heutigen Gebiet von Obermenzing gehen ins 11. und 12. Jahrhundert v. Chr. zurück. 1315 tauchte der Name Obermenzing das erste Mal offiziell auf. Er fiel in einer Diözesanbeschreibung. In der folgenden Zeit lag der Stadtteil abwechselnd in geistlichem und in weltlichem Besitz. 1818 kam es dann zu einem Zusammenschluss mit den Ortsteilen Blutenburg und Pipping und das so entstandene Gebiet wurde zur selbstständigen Gemeinde erhoben. 1938 wurde Obermenzing schließlich nach München eingemeindet. Das geschah allerdings gegen den ausdrücklichen Willen des Obermenzinger Gemeinderates, weswegen es sich um eine Zwangseingemeindung handelte.

Heute bildet der Münchner Stadtteil Obermenzing zusammen mit dem Viertel Pasing den Stadtbezirk 21. Dieser liegt im Westen von München und zählt laut Stand 2020 beinahe 76.500 Einwohner.

Obermenzing grenzt an folgende Stadtteile von München:

  • Pasing
  • Nymphenburg
  • Moosach
  • Untermenzing
  • Langwied
  • Aubing

Der Stadtteil Obermenzing und sein Herzstück Schloss Blutenburg

Bekannt ist Obermenzing vor allem als Standort des Schlosses Blutenburg. Das Wasserschloss wird von der Würm umgeben und ist allein schon aufgrund dieser hübschen Lage und seiner spätgotischen Architektur ein beliebtes Ausflugsziel. Seine Ursprünge liegen im 13. Jahrhundert, das heutige Aussehen aber erhielt das Schloss erst im 15. Jahrhundert. Lange Zeit war Schloss Blutenburg ein Jagdschloss. Ab 1890 begann man mit der Durchführung zahlreicher Sanierungsarbeiten. Das Gebäude war zu dem Zeitpunkt stark baufällig.

Heute beherbergt Schloss Blutenburg die Internationale Jugendbibliothek. Sie umfasst mehr als 600.000 Werke und ist somit die größte ihrer Art weltweit. Daneben gibt es im Gebäude mehrere Literaturmuseen, wie zum Beispiel das Michael-Ende-Museum, das Erich-Kästner-Zimmer, den James-Krüss-Turm und das Binette-Schroeder-Kabinett. In den Museen lässt sich eine Vielzahl an Nachlässen der berühmten Literaten bewundern. Auch das Lesen in den Büchern selbst ist erlaubt, dazu sind extra gemütliche Sitzmöglichkeiten in die Räumlichkeiten integriert.

Schloss Blutenburg wird des Weiteren als Veranstaltungsort genutzt. So findet regelmäßig das Blutenburger Weinfest und der Christkindlmarkt auf dem Gelände statt. Das Schloss kann auch privat gemietet werden, etwa für Hochzeiten.

Der Münchner Stadtteil Obermenzing – Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten im Viertel

Zu Obermenzings Sehenswürdigkeiten gehört die Pfarrkirche Leiden Christi. Sie befindet sich in der Grandlstraße. Die Kirche ist dreischiffig gebaut und im gotischen Stil gehalten. Sie wurde als Basilika konzipiert. Vor allem der imposante Zwiebelturm beeindruckt von außen. Er misst an die 45 Meter Höhe. In ihm hängen fünf Kirchenglocken. Eine Besonderheit im Stadtteil Obermenzing sind die vielen schönen Wohnhäuser. Die idyllische Lage am Fluss und die Bausubstanz in der Gesamtheit ergeben ein malerisches Bild. Einige der Gebäude gehen auf August Exter zurück. Er beeinflusste Obermenzings Erscheinungsbild wesentlich mit, bis er im Jahr 1933 auch in diesem Viertel verstorben ist. Einen guten Eindruck bekommt man auf Spaziergängen in der Alten Allee, der Marschner- oder der Hofmillerstraße, der Apfelallee oder in der Lützow- und Hofmüllerstraße.

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