So funktioniert die fiese Masche

10.000 Euro! Falsche Polizisten nehmen Münchner Rentnerinnen aus

+
Das Polizeipräsidium warnt vor falschen Polizeibeamten.

München - Eine 83-jährige Münchnerin ist falschen Polizisten aufgesessen. Mit einer miesen Masche per Telefon nahmen sie der Rentnerin viel Geld ab. Nicht der einzige Fall, die Polizei warnt vor den Betrügern.

Es ist ein besonders ausgeklügelter Trick, mit denen Betrüger derzeit Münchner Rentner um ihr Erspartes bringen wollen. In zwei Fällen hatten die Kriminellen am Dienstag Erfolg. In einem Fall erleichterten die Betrüger eine Frau um 10.000 Euro. 

Konkret geht die Masche so: Über das Festnetz bekommen die Opfer einen angeblichen Anruf von der Polizei. In einem Fall zeigte das Telefondisplay die Nummer „089/110“ an. Die Betrüger erzählen den Angerufenen dann dreiste Lügen: Dokumente seien bei Festgenommenen entdeckt worden, auf denen die Adressen der Angerufenen verzeichnet seien. Deshalb müsse die Polizei nun deren Geld auf der Bank einfrieren. Um die Angst bei den Opfern noch größer werden zu lassen, erklären die Betrüger den Rentnern, dass sie das Telefon nun nicht mehr auflegen dürfen. Damit sie sichergehen könnten, dass alles in Ordnung sei, sollten die Angerufenen alle paar Stunden ins Telefon sprechen. 

Termin für Geldübergabe wird vereinbart

Nächster Schritt: Einer der falschen Polizisten erklärte den Rentnern, dass nun ihr Geld vom Konto abheben sollen. Dann wird ein Termin für die Geldübergabe vereinbart. Angeblich werde man sich melden und das Geld zurückgeben - heißt es von den falschen Polizisten. Doch die Opfer sehen ihr Erspartes natürlich nicht wieder.

Auf diese Tour erleichterten die Betrüger eine 83-Jährige aus Obersendling um mehrere tausend - eine ebenfalls 83-Jährige Frau aus Unterschleißheim sogar um 10.000 Euro. Im Fall aus Obersendling gibt es eine Täterschreibung vom Geldabholer. Der Mann ist 25-30 Jahre alt, etwa 170 cm groß, hat eine normale Figur, volles Gesicht und dunkle Haare. Bekleidet war er mit einer dunkelbraunen Jacke. Hinweise an die Polizei in München unter: 089/2910-0. 

Polizei warnt vor falschen Beamten

Angesichts der jetzigen Fälle warnt die Münchner Polizei erneut vor falschen Polizei- oder Kriminalbeamten. Polizeibeamte in zivil zeigen immer ihren Dienstausweises vor. In Zweifelsfällen sollten sich Betroffene den Namen und Dienststelle des Polizeibeamten nennen lassen - und dann bei der entsprechenden Dienststelle direkt anrufen. 

mb

Auch interessant

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare