2 Wochen nach Festnahme des Killers

Sendling-Mord: Soko Aidenbach aufgelöst

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Wurde von dem Angriff völlig überrascht: Katrin M. verblutete an insgesamt 18 Messerstichen.

München - Zwei Wochen nach der Festnahme des Sendlinger Frauenmörders Marco F. (19) ist die SoKo Aidenbach der Münchner Mordkommission jetzt offiziell aufgelöst worden.

Alle  noch anstehenden Ermittlungen werden in nächster Zeit die Beamten der Mordkommission 3 und der Spurensicherung zum Abschluss bringen. Auch die DNA-Analyse ist noch nicht ganz abgeschlossen.  Die Spuren sprechen für sich.

Er gestand den Mord: Schüler Marco F. (19)

Am Abend des 4. Januar wurde die Münchner Verlagsangestellte Katrin M. im Flur ihres Wohnhauses in der Halskestraße von einem zunächst unbekannten Mörder mit 18 Stichen umgebracht. Tatwaffe war ein Küchenmesser, das der Mörder mit solcher Wucht einsetzte, dass der Griff abbrach. Nach dem Hinweis eines Jugendbeamten der Polizeiinspektion Forstenried wurde das Zimmer des in Tatort-Nähe wohnenden Schülers Marco F. (19) durchsucht. Er hatte sich in den Monaten davor auffällig für Waffen interessiert. Auf seinem Schreibtisch versteckt hinter allerhand DVDs wurde der abgebrochene Messergriff  gefunden, zudem blutbefleckte Handschuhe.

Der psychisch kranke Bub gab den Mord zu. Sein Motiv ist nicht nachvollziehbar: Er kannte Katrin nicht, wollte aber in ihre Wohnung einziehen. Marco F. sitzt seit dem 25. Januar in Straubing in der Psychiatrie. Mittlerweile wurde Katrin M.s Blut an dem Messergriff nachgewiesen, ebenso Marco F.’s DNA an ihrem Daunenmantel.

Im Rahmen der Ermittlungen wurden 250 Personen überprüft, 60 Hinweisen aus der Bevölkerung nachgegangen und 130 Vernehmungen  durchgeführt. Allein die Mitarbeiter der Mordkommission leisteten für die Ermittlungen 3000 Stunden Arbeit.

Dorita Plange

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