Das fordert die SPD

OBikes liegen immer noch rum - jetzt soll die Stadt selbst handeln

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Vandalismus gegen Obike

Seit Monaten nichts als Ärger mit den OBikes. Jetzt soll die Stadt selbst handeln. Die SPD hat auch schon einen Vorschlag, was passieren soll.

München - Die Fahrräder des privaten Anbieters OBike liegen weiterhin kreuz und quer in München verteilt (wir berichteten). Jetzt soll die Stadt eingreifen. Die SPD im Münchner Rathaus hat gestern beantragt, dass die Verwaltung die restlichen Radl im Stadtgebiet auf eigene Kosten entfernen lassen soll. Damit reagiert die Politik auf die Berichte unserer Zeitung, wonach die Firma OBike pleite ist und Insolvenz angemeldet hat. 

SPD-Chef Alexander Reissl sagte, es müsse nun auch Schluss sein mit dem Radlchaos in der Stadt. „Der Anbieter OBike hat München mit seinen Fahrrädern geflutet, ohne ein gescheites Konzept dahinter zu haben.“ Wegen der Pleite sei nun eher ausgeschlossen, dass der asiatische Anbieter seine Drahtesel noch selbst aufräumen wird. 

„...wenn sich das Unternehmen überhaupt noch einmal rührt“

„Die Stadt muss handeln, denn bis OBike handelt, kann es lange dauern – wenn sich das Unternehmen überhaupt noch einmal rührt.“ Die Drahtesel sollen eingesammelt und zunächst mal eingelagert werden. „Sollte sich OBike tatsächlich nicht mehr melden, werden die Schrottradl aussortiert und die funktionstüchtigen Fahrräder an soziale Einrichtungen gegeben“, so Reissl. 

Wie berichtet, war die OBike-Flotte 2017 plötzlich in der Stadt aufgetaucht. Zwischenzeitlich hatten die Asiaten mehr als 7000 Drahtesel in der Stadt angeboten. Im Frühjahr dieses Jahres hieß es dann, man werde sich aus dem Münchner Markt zurückziehen und die Räder abtransportieren. Dem kam offenbar die Pleite zuvor. 

Lesen Sie auch: Vandalismus gegen gelbe OBikes - woher kommt dieser Radl-Hass?

Sascha Karowski

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