Neue grün-rote Regierung 

ÖDP-Chef kritisiert Koalitionsvertrag als mutlos: „Hatte Hoffnung auf weitreichendere Veränderungen“

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ÖDP-Chef Tobias Ruff hätte sich einen schnelleren Ausbau der Geothermie gewünscht. 

Der Koalitionsvertrag von Grün-Rot sorgt auch bei der ÖDP für Unmut. Der künftige Fraktionschef der Gruppierung ÖDP-Freie Wäher-München Liste, Tobias Ruff, kritisiert das Papier als mutlos.

„Der Wahlkampf der Grünen und der SPD hat eigentlich Hoffnung auf weitreichendere Veränderungen in den Bereichen des Klimaschutzes gemacht. Im Koalitionsvertrag finden sich nun aber vor allem neu aufgewärmte und bereits beschlossene Stadtratsinitiativen.“ Ruff hätte sich gewünscht, dass der Ausbau der Geothermie beschleunigt werde, stattdessen würden in Thalkirchen und Unterföhring zusammen drei neue fossile Großkraftwerke gebaut. „Dass eine Willensbekundung bei der Solarenergie nicht reicht hat, die bereits 2010 gescheiterte Solarinitiative München gezeigt. Klimanotstand war anscheinend vor der Wahl.“ An den angekündigten Zielen müsse sich die neue Koalition messen lassen – als führende Kraft der Opposition werde die ÖDP darauf stets ein Auge haben. Kritik an einem möglichen Kraftwerk in Unterföhring kommt auch von den Initiativen vor Ort. Der Gemeinderat Unterföhring hatte sich in der Sitzung im Januar vorigen Jahres schließlich gegen das Kraftwerk ausgesprochen.  ska

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