Antrag von ÖDP und München Liste

ÖPNV: Neues Ticket für München gefordert - es soll Arbeitsmodelle mit Home Office berücksichtigen

Kommt ein neues Ticket für den MVV? ÖDP und München Liste wollen das nun beantragen.
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Kommt ein neues Ticket für den MVV? ÖDP und München Liste wollen das nun beantragen.

Die MVV-Tarife sollen überarbeitet und dabei ein Ticket entwickelt werden, dass die neuen Arbeitsmodelle mit Home Office mit einpreist. Das fordern ÖDP und München Liste in einem Antrag.

Kommt ein neues Ticket für den Münchner Verkehrsverbund (MVV)? Die Fraktion ÖDP/München Liste im Münchner Stadtrat beantragt genau das – einen neuen Tarif. Der soll auf das geänderte Arbeitsverhalten reagieren und somit auch das Mehr an Home-Office berücksichtigen.

„Der ÖPNV ist das Rückgrat der Mobilitätswende“, sagt ÖDP-Stadträtin Sonja Haider. Anstatt über Preiserhöhungen zu diskutieren, müsste die Stadt die Münchner mit attraktiven Angeboten überzeugen, auf U-Bahn, Bus und Bahn zu setzen. „Daher sollten sich die Ticket-Optionen an der Lebens- und Arbeitswirklichkeit der Münchner orientieren. Wenn sich Wochen- und Monatskarten nicht lohnen, weil Arbeitsstrukturen sich verändert haben, müssen wir schnellstens nachjustieren.“

Ticket für Home Office-Fahrer: Stadtverwaltung soll Konzept erarbeiten

Die Stadtverwaltung wird in dem Antrag aufgefordert, mit den relevanten Akteuren die Tarifstruktur von MVV-Abonnements sowie Wochen- und Monatskarten zu überarbeiten. Die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen mit Home-Office Strukturen und digitalen Möglichkeiten sollen dabei die Neugestaltung bestimmen. Eine zügige Umsetzung könne helfen, Kunden nach der Pandemie zurückzugewinnen.

Die Stadträte gehen davon ausgehen, dass auch nach der Pandemie viele Firmen das Angebot aufrecht erhalten werden, ihre Beschäftigten in gewissem Umfang Home-Office zu ermöglichen. Eine Wochenkarte rechne sich je nach Wohnort nur, wenn man mehr als drei Tage in der Woche mit dem ÖPNV fährt, eine Monatskarte nur bei mehr als zehn Tagen und eine Jahreskarte im Abo erst ab 93 Tagen.

Um die Tickets gibt es immer wieder Diskussionen, zuletzt hatte die Linkspartei ein allgemeines 365-Euro-Ticket eingefordert und dafür einen Bürgerentscheid gestartet. Das Ticket soll den ÖPNV nach der Corona-Krise wieder attraktiver machen. Darüber hinaus gab es Ärger wegen der Preiserhöhungen.

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