Die Ösi-Nacht rockt wieder

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Austria Rock kommt wieder - hier noch im Salon Erna auf dem Optimolgelände. Jetzt geht’s Evergreen

München - Wer sagt’s denn. Totgesagte leben bekanntlich länger. Bestätigt gerade die Austria Rock Nacht, Münchens erste Party mit Ösi-Pfiff, die nach ihrem Aus in der Milchbar im Juni diesen Jahres im Oktober ein überraschendes Comeback feiern wird.

Zur Erinnerung: 2004 luden Jan Oltznauer und Filip Cerny zum ersten Mal zum Austria Rock in ihre Bar Valentinstüberl im Schlachthofviertel. Die intime Location wurde schnell zu klein, nach einem Intermezzo im Saal 60 folgte der Umzug in den Salon Erna (Optimolwerk), nach dessen Aus ging die Alpen-Fete im benachbarten Brickhouse weiter, 2009 folgte der letzte Wechsel in die Milchbar. Ambros, STS und Fendrich sangen nun wöchentlich statt ein Mal im Monat, um Mitternacht übernahm ein Elektro-DJ das Mischpult, weil das junge Milchbar-Publikum nicht allzu viel anfangen konnte mit dem deutschen Liedgut. „In der Milchbar, das war der Untergang, aber jetzt wollen wir’s noch mal wissen. Es war zu schön und wäre zu schade, es nicht noch mal aufleben zu lassen“, sagt Oltznauer. „Aber nicht mehr in den Milchbar, sondern in einer neuen Heimat“.

Oltznauers Kumpel Gerd Schneider, in dessen Salon Erna Austria Rock seine besten Nächte erlebte, steigt im Oktober in Thomas Wandigers Tanzlokal Evergreen am Stachus ein. „Der Laden passt zu unserer Party nicht nur dem Namen nach wie die Faust aufs Auge“, freut sich Oltznauer, der dort mit Kompagnon Cerny zum monatlichen Rhythmus zurückkehren will. „Die alten Deppen probieren’s halt noch mal“, sagt der Gastronom.

Dass sich sein „Original“ gegen die vielen Mitbewerber, die das österreichische Musik-Repertoire inzwischen ebenfalls als Party-Programm-tauglich eingestuft haben, durchsetzen wird, davon sind die beiden Veranstalter überzeugt. „Wir heben uns von den ganzen Austria-Plagiaten nicht nur dadurch ab, weil wir die ersten waren, sondern auch, weil wir viel Herz-Schmerz in die Sache legen und keine reine Abfahrt mit Songs wie 10 nackte Friseusen auf den Plattenteller legen.“ Nur Liedgut aus der Alpen-Republik dürfen die DJs Kneissl und Völkl (hinter den Pseudonymen verbergen sich Alex Wasowski und Austria-Rock -Veranstalter Filip Cerny) spielen, statt hektischer Visuals von VJs werden alte Sissi-Filme an die Wände des Evergreen gestrahlt, in den Ausschank soll Österreichisches geraten – vom Bier („Am liebsten wäre uns Stigl-Bier vom Fass“) bis zum Marillenbrand. „Und wenn die Luft mal brennt, gibt’s auch Kaskrainer“.

Alles eben Original, weshalb 80 Prozent der Austria-Rock-Gäste aus Österreich stammen, sagt der Veranstalter, um ihr Heimweh zu befrieden. Das erste Mal am 26. Oktober bereits ab 19 Uhr im Evergreen. „Wir fangen früher an und hören dafür bereits um zwei Uhr morgens auf“, erklärt Oltznauer, „damit unsere Gäste nicht mehr als ein Promille im Blut haben, wenn sie am nächsten Tag in die Arbeit gehen.“

Thomas Oßwald

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