Mit Kind ins Kampfgebiet gereist

Österreich liefert Münchner Salafisten-Paar aus

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Im Auftrag des Projektes „Lies!“ verteilte Asuman B. (r.) in München den Koran.

München - Sie sollen mit einem achtjährigen Jungen ins Kampfgebiet in Syrien gereist sein: Das in Österreich verhaftete Salafisten-Paar aus München wird nach Deutschland ausgeliefert.

Ein aus Deutschland stammendes Salafisten-Paar, das mit einem achtjährigen Jungen ins Kampfgebiet in Syrien gereist sein soll, wird von Österreich an Deutschland ausgeliefert.

 Die 33-jährige Frau mit irakischen Wurzeln und ihr 20-jähriger türkischstämmiger Mann hätten am Dienstag bei einer Verhandlung am Landesgericht Klagenfurt einer sogenannten "vereinfachten Übergabe" zugestimmt, sagte eine Gerichtssprecherin der Nachrichtenagentur APA.

Die beiden sind nach islamischem Recht verheiratet

Gegen die beiden Deutschen lag ein europäischer Haftbefehl vor. Sie waren zusammen mit dem achtjährigen Sohn der Frauam 11. Oktober in Österreich in einem Zug festgenommen worden. Die Festnahme erfolgte auf Betreiben der Staatsanwaltschaft München I. Ihren Angaben zufolge waren die drei wochenlang im Kampfgebiet in Syrien und befanden sich bei ihrer Festnahme auf der Rückreise.

Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen den Mann und die Frau, die nach islamischem Recht verheiratet sind, wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

Sie sollen im August nach Syrien gereist sein, um sich dort dem bewaffneten Kampf dschihadistischer Gruppierungen anzuschließen. Der achtjährige Junge wurde nach Angaben von APA nach der Festnahme des Paares von Verwandten der Frau abgeholt.

AFP

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