Dreiste Masche

Ergaunerte er 13.500 Euro?

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David J. soll ohne zu zahlen Handys, Laptops und SIM-Karten bestellt haben.

München - Seine Masche ist bereits durchschaut, daher kommt ein Österreicher jetzt auch in Deutschland wohl nicht mehr um eine Haftstrafe herum.

Wegen seiner dreisten Masche wurde David J. bereits in seiner Heimat Österreich und in Deutschland zu Bewährungsstrafen verurteilt. Nach dem Prozess, der ihm seit Dienstag vor dem Münchner Landgericht gemacht wird, kommt er wohl um eine Haftstrafe nicht mehr herum.

Zu schwerwiegend sind die Vorwürfe aus der Anklage. Der Salzburger soll in einem Untergrund-Forum im Internet – auch als „Darknet“ bekannt – gegen Geld persönliche Daten von ahnungslosen Opfern gekauft haben. Damit bestellte er im Internet massenweise Smartphones, Tablet-PCs, Laptops und SIM-Karten – insgesamt sind 39 Fälle angeklagt. Die Staatsanwaltschaft beziffert den entstandenen Schaden für die einzelnen Online-Händler auf rund 13 500 Euro. Wären seine kriminellen Geschäfte nicht aufgefallen – der Schaden wäre sogar doppelt so hoch …

Die Opfer hatten beim Paketdienst DHL einen Zugang, um sich bestellte Waren an Packstationen liefern zu lassen. Nach der Bestellung bekommt der Kunde eine SMS mit einem Code für die Abholung. David J. soll sich auf fremde Accounts angemeldet und ließ sich die Zugangsdaten auf sein Handy schicken lassen haben. Ihm drohen mehr als zwei Jahre Haft.

J. Heininger

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