Lebensgefährlicher Leichtsinn

Nach Wiesn-Besuch: Amerikaner torkelt auf Gleise und wird fast von Güterzug erfasst

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Bei seiner Reise zum Oktoberfest hatte ein 26-Jähriger aus Washington DC offensichtlich viele Schutzengel im Gepäck. Nach einem Wiesn-Besuch und viel Bier wäre der Mann am Freitag in München fast unter einen Güterzug geraten.

München - Sein gefährlicher Leichtsinn hätte den betrunkenen Touristen aus USA sein Leben kosten können. So aber kam er mit dem Schrecken und einer Verwarnung mit Kosten von 55 Euro davon .  

Dass bei dem Zwischenfall am Freitagabend letztlich niemand zu Schaden kam, ist auch der Geistesgegenwart einer 20-jährigen Passantin und der prompten Reaktion der Lokführerin  zu verdanken.  Wie die Polizei berichtet, wollte der stark angetrunkene Mann am Freitag gegen 20.15 Uhr die Bahnsteige am Haltepunkt Daglfing wechseln. Er lief anschließend - zwischen den Gleisen - in Richtung eines nahen Bahnüberganges.

Eine 20-Jährige aus Goldach (Landkreis Erding) erkannte die Gefahr, als sich ein Güterzug näherte. Dieser fuhr mit ca. 40 Km/h in Richtung des US-Amerikaners. Die 20-jährige warnte die Lokführerin per Handzeichen. Diese erkannte beinahe zeitgleich einen am Bahnübergang torkelnden Mann. Sie leitete sofort eine Schnellbremsung ein, fuhr mit dem Güterzug an dem 26-Jährigen vorbei, die Lokomotive kam circa 50 Meter nach dem Bahnübergang zum Stehen, so die Polizei.

Der Mann aus Washington DC, bei dem ein Atemalkohol von 2,14 Promille gemessen wurde, hatte großes Glück. Er hatte sich zwar auf dem Bahnübergang, aber zum Zeitpunkt der Zugdurchfahrt nicht im Gleis des ihn passierenden Güterzuges befunden.

Passanten hielten den Mann und seine Begleiterin bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest. Der 26-Jährige hatte zuvor, zusammen mit seiner 28-jährigen Begleiterin, die Wiesn besucht. Die Lokführerin erlitt einen Schock; sie musste abgelöst werden. Durch die stehende Lokomotive kam es zu Beeinträchtigungen im Betriebsablauf der Deutschen Bahn.

Der US-Amerikaner wurde, nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft, nur wegen einer betriebsstörenden Handlung mit einem Verwarngeld in Höhe von 55 Euro belegt, heißt es im Bericht der Polizei.

js

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