Oktoberfest 2017

Erste Bilanz: „Nur“ 62 Patienten im Vollrausch

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Erste-Hilfe-Station Oktoberfest: Wenn die Fälle für die Wiesn-Sanitäter zu akut werden, kommen die Patienten in die Kliniken rund um das Festgelände.

Während der Wiesn hat auch die Unfallchirurgie in der Nußbaumstraße einiges zu tun. Zeit vor dem letzten Oktoberfest-Wochenende eine kurze Bilanz zu ziehen. 

Weil die Medizinische Klinik in der Ziemssenstraße und die Unfallchirurgie in der Nußbaumstraße nahe an der Wiesn liegen, werden dort die ganz akuten Fälle behandelt. 

Die vergleichsweise niedrigen Besucherzahlen auf dem Oktoberfest spiegeln sich daher auch in der vorläufigen Bilanz des LMU-Klinikums wider. 

„In den ersten elf Tagen betreuten wir insgesamt 62 Patienten, deren Alkoholrausch in Verbindung mit einem Wiesnbesuch steht“, sagt Privatdozent Dr. Markus Wörnle, Leiter der Medizinischen Notaufnahme. 

Die meisten Patienten seien aber erst am frühen Morgen eingeliefert worden. Heißt: Häufig waren die zahlreichen Partys nach Zapfenstreich auf der Theresienwiese der Grund für den Vollrausch. 

Grundsätzlich sei die Zahl der behandelten Alkoholopfer nicht höher als an einem Wochenende außerhalb der Oktoberfestzeit. Laut Wörnle sei dies ein Zeichen dafür, dass die Erstversorgung in der Sanitätsstation auf der Wiesn hervorragend funktioniere. 

Nur die ganz schlimmen Fälle landen in den Kliniken außerhalb. Unter den 62 Patienten mit Alkoholvergiftung waren 41 Männer und 21 Frauen. Der Sonntag des ersten Wiesnwochenendes war der intensivste Tag für die Ärzte. Innerhalb von 24 Stunden wurden 13 Wiesnbesucher mit einer Alkoholvergiftung eingeliefert. 

Johannes Heininger


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