Südtiroler Truppe unterstützt Münchner Beamte

Polizei auf Oktoberfest: Italiener sind gar nicht so schlimm

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Die Wiesn-Wache, bestehend aus Beamten der Münchner Polizei in grün mit Wiesn-Chef Christian Wittstadt (5.v.r.) und den Kollegen der italienischen Staatspolizei in Bozen.

Zur „festa della birra“ kommen traditionell Zehntausende Italiener nach München. Mit ihnen reisen Polizisten aus Italien auf das Oktoberfest. Das hat einen guten Grund.

Bozen/München - Zum Auftakt des anstehenden „Italiener-Wochenendes“ auf dem Oktoberfest hat die Polizei in Italien den Ruf ihrer Landsleute verteidigt. Die Italiener seien mittlerweile gerngesehene Gäste, sagte Dietmar Angerer von der Polizei in Bozen der Deutschen Presse-Agentur. Er leitet die Südtiroler Gruppe, die die Münchner Polizei auf der Wiesn mit fünf Mann unterstützt. „Die Italiener mögen sich lautstark hervortun, sie sind aber sicher nicht die Schlimmsten“, sagte er. Bei vielen Münchnern gelten die Wiesn-Italiener als besonders partyfreudig.

Mit 19 Prozent stellen die Italiener laut Statistik des Münchner Tourismusamtes den größten Anteil der ausländischen Wiesn-Besucher. Am „Italiener-Wochenende“, dem zweiten Oktoberfest-Wochenende, besuchen traditionell um die 100.000 Italiener die „festa della birra“. Über den gesamten Zeitraum der Wiesn verteilt sind es sogar rund 200.000. Die italienische Polizei hilft seit 2005 mit. Gerade die italienische Eigenschaft, viel mit den Händen zu reden, sorge oft für unnötige Spannungen, die sich unter Landsleuten aber ganz einfach vermeiden ließen, heißt es auf der Webseite des Oktoberfestes zu dem Einsatz.

Ungewöhnliche Einblicke: Der Arbeitstag eines Wiesn-Kellners in Bildern

Der Arbeitstag eines Wiesn-Kellners
Der Arbeitstag eines Wiesn-Kellners: So sieht er aus. Julian Heilmann aus dem Hackerzelt ließ sich 2016 von einem Fotografen von morgens bis abends begleiten. © Simon Gehr / simongehr.de
Der Arbeitstag eines Wiesn-Kellners
Der Arbeitstag eines Wiesn-Kellners: So sieht er aus. Julian Heilmann aus dem Hackerzelt ließ sich 2016 von einem Fotografen von morgens bis abends begleiten. © Simon Gehr / simongehr.de
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Der Arbeitstag eines Wiesn-Kellners: So sieht er aus. Julian Heilmann aus dem Hackerzelt ließ sich 2016 von einem Fotografen von morgens bis abends begleiten. © Simon Gehr / simongehr.de
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Der Arbeitstag eines Wiesn-Kellners: So sieht er aus. Julian Heilmann aus dem Hackerzelt ließ sich 2016 von einem Fotografen von morgens bis abends begleiten. © Simon Gehr / simongehr.de
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Der Arbeitstag eines Wiesn-Kellners: So sieht er aus. Julian Heilmann aus dem Hackerzelt ließ sich 2016 von einem Fotografen von morgens bis abends begleiten. © Simon Gehr / simongehr.de
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Der Arbeitstag eines Wiesn-Kellners: So sieht er aus. Julian Heilmann aus dem Hackerzelt ließ sich 2016 von einem Fotografen von morgens bis abends begleiten. © Simon Gehr / simongehr.de
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Der Arbeitstag eines Wiesn-Kellners: So sieht er aus. Julian Heilmann aus dem Hackerzelt ließ sich 2016 von einem Fotografen von morgens bis abends begleiten. © Simon Gehr / simongehr.de
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Der Arbeitstag eines Wiesn-Kellners: So sieht er aus. Julian Heilmann aus dem Hackerzelt ließ sich 2016 von einem Fotografen von morgens bis abends begleiten. © Simon Gehr / simongehr.de
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Der Arbeitstag eines Wiesn-Kellners: So sieht er aus. Julian Heilmann aus dem Hackerzelt ließ sich 2016 von einem Fotografen von morgens bis abends begleiten. © Simon Gehr / simongehr.de
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Die italienischen Beamten hätten die gleichen Befugnisse wie die Münchner Polizei, erklärte Angerer. Demnach kontrollieren sie an Eingängen, vernehmen Zeugen und können Tatverdächtige festnehmen. Außerdem seien sie sprachliche und interkulturelle Vermittler. Das habe sich ausgezahlt. „Die italienischen Gäste vertrauen uns etwas mehr“, so Angerer. Auch wenn straffällige Italiener auf dem Fest weniger erfreut über die Anwesenheit der Polizisten aus der Heimat seien.

Für den Polizisten ist es der achte Einsatz auf dem Oktoberfest und er kommt immer wieder gerne nach München. Weil es so große Volksfeste in Italien nicht gibt, bekomme er Einblicke in das Sicherheitskonzept für solche Großeinsätze. Mit der Münchner Polizei habe sich über die Arbeit hinaus eine Freundschaft entwickelt. „Wir werden dort aufgenommen, wie eine Familie.“ Nach getaner Arbeit bleibe immer Zeit für ein Feierabendbier.

dpa

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