SPD will es verbieten

Pony-Verbot auf der Wiesn? CSU zieht Zügel an

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Ein Pony samt Kind auf der Oiden Wiesn 2010.

München - Die SPD will es verbieten, die CSU will erst mal prüfen, was ein Verbot für Folgen hat: das Ponyreiten auf der Auer Dult und der Wiesn.

Die SPD sieht die Gaul-Gaudi kritisch. Die Tiere würden durch laute Musik, durch die vielen Besucher und vor allem durch das stundenlange Im-Kreis-Laufen über die Maßen belastet. Mit dem Vorstoß hatten die Sozialdemokraten bei Tierschützern und den Grünen offenen Türen eingerannt.

Die CSU allerdings zieht nun die Zügel an. Der Kooperationspartner will zunächst beleuchten lassen, inwiefern die Tiere tatsächlich gesundheitlich geschädigt werden. Außerdem sei zu klären, wie es bei einem Verbot um die Zukunft der Tiere bestellt ist. Evelyne Menges, Tierschutzbeauftragte der CSU-Fraktion begrüßt zwar grundsätzlich die SPD-Idee. Aber: „Ich frage mich, was nach dem Verbot und der Geschäftsaufgabe mit den Tieren passieren wird. Werden die Ponys mit dem Bolzenschuss getötet oder geschlachtet?“ Dies ist aus Sicht des Tierschutzes keinesfalls tragbar.

„Wir möchten wissen, welche Auflagen den Betreibern bereits jetzt gemacht werden und ob diese eingehalten werden“, sagt CSU-Sprecher Manuel Pretzl. „Nur auf den Grundlagen einer fundierten Darstellung und Untersuchung, können wir über das Thema eines generellen Verbots diskutieren.

Denn immerhin gehe es auch um die Existenz einiger Schaustellerbetriebe.

SKA

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