Winzerer Fähndl

Trotz Ehe-Aus: Ehepaar Pongratz schließt ein Bündnis für die Wiesn-Zeit

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Prosit auf die Wiesn: Peter und Arabella Pongratz mit Paulaner-Chef Andreas Steinfatt (re.) beim ersten gemeinsamen Auftritt seit der Trennung. Kathrin Braun

Nach dem Ehe-Aus des Wiesn-Wirtes Peter Pongratz (70) und seiner Noch-Ehefrau Arabella (51) steht nun fest: Das Winzerer Fähndl auf der Wiesn werden sie gemeinsam weiterführen.

München - Als Paar haben sie wohl nicht mehr allzuviel füreinander übrig, aber Geschäft und Familie schweißen sie zusammen: „Ich sag ja schon immer: Wir sind das beste Team auf der Wiesn“, erklärte Peter Pongratz am Freitag. Erstmals nach dem Bekanntwerden der Trennung nach 24 Jahren trat Pongratz mit seiner Noch-Ehefrau Arabella vor die Öffentlichkeit. Aus gutem Grund. Zuletzt war heftig spekuliert worden, was nun aus dem Winzerer Fähndl wird, das beide gemeinsam auf dem Oktoberfest betreiben. Nachdem Arabella Pongratz schon die „Grünwalder Einkehr“ allein übernommen hat, stand die Frage im Raum, ob Peter Pongratz seinen Status als Wiesn-Wirt verliert. Denn das Zelt gehört der Paulaner-Brauerei – und damit Arabellas Schwägerin Alexandra Schörghuber.

„Wir respektieren uns und reden viel miteinander“

Nun also die Entwarnung beim gemeinsamen Auftritt vor der Presse, an dem auch Paulaner-Chef Andreas Steinfatt teilnahm. Demonstrierte Einigkeit. Das Noch-Ehepaar macht die Wiesn weiter zusammen. Schon 2017 habe man einen neuen fünfjährigen Vertrag mit Paulaner unterzeichnet. „Wir haben nicht im geringsten darüber nachgedacht, daran etwas zu ändern“, sagte Peter Pongratz. Wie das funktionieren soll? „Wir respektieren uns und reden viel miteinander.“ Auch Tochter Ramona (20) wird mit auf die Wiesn gehen und ins Geschäft reinschnuppern. „Ramona unterstützt uns gerne und das macht sie auch sehr gut“, sagte Arabella Pongratz am Freitag stolz. „Und ich habe zwei hübsche Mädels an meiner Seite“, fügte Peter Pongratz gut gelaunt hinzu.

Was sich ims Winzerer Fähndl ändern wird: Der Küchenchef. Diese Aufgabe übernimmt jetzt der ehemalige Stellvertreter Thomas Bosch. Und etwas ruhiger wird es wohl auch werden – die Wirte rechnen mit zehn Prozent weniger Besuch als in den Vorjahren.

Kein Problem für Wirt Peter Pongratz: „Es macht Spaß, wenn die Zelttüren offen bleiben.“

Lesen Sie auch: „Er hat den Bogen überspannt“ - Ehe-Aus bei Wiesn-Wirtepaar

Katrin Braun

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