Nach Messer-Attacke auf der Wiesn

Zeugen bestochen: Strafbefehl gegen Millionär

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Detlef F. hat versucht, Entlastungszeugen für seine Freundin zu kaufen.

Seine Freundin muss wegen Mordes bereits eine mehrjährige Haftstrafe absitzen - nun konzentriert sich die Justiz auf den Millionär Detlef F. - er soll versucht haben Zeugen zu bestechen.

München - Auch mit viel Geld kann man das Recht nicht biegen oder sich Straffreiheit kaufen. Das musste Millionär Detlef F. (64) lernen, als seine Freundin Melanie wegen versuchten Mordes verurteilt wurde. Im September 2015 hatte sie auf der Wiesn einen Besucher im Streit niedergestochen. Das Gericht verhängte eine mehrjährige Haftstrafe gegen die Frau. Deren Aussage, sie habe in Notwehr gehandelt, schenkte der Richter keinen Glauben.

Nun hat auch Detlef F. selbst mächtig Ärger mit der Justiz: Während der Prozess am Landgericht lief, hatte er 200 000 Euro gezahlt, um einen Zeugen zu bestechen. Doch die Sache flog auf. Detlev F. wurde verhaftet und kam in die JVA Stadelheim. Weil keine Fluchtgefahr bestand, durfte er wieder nach Hause. Doch jetzt hat die Staatsanwaltschaft München I einen Strafbefehl gegen den Millionär beantragt. Dem Vernehmen nach geht es um eine sehr hohe Summe – womöglich mehrere Hunderttausend Euro. F. wird Anstiftung zur falschen uneidlichen Aussage vorgeworfen, seinen drei mutmaßlichen Komplizen die Beihilfe zur falschen uneidlichen Aussage. Auch für sie hat die Staatsanwaltschaft hohe Geldstrafen verlangt – es geht um mehrere Zehntausend Euro. Inzwischen hat das Amtsgericht die beantragten Strafbefehle erlassen. Die beantragte Strafe ist laut Staatsanwaltschaft auch deshalb so hoch, weil die Männer, wenn auch letztlich vergebens, in einem Mordprozess versucht hatten, die Aussage zugunsten der Messerstecherin zu steuern. Das wird nun teuer.  

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