Viele stürmen Schlosskanal

So bejubelt München die Eishockey-Helden von Olympia 2018

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Carlos Schmidt: „Ich habe mich erst sehr geärgert, dass wir in der Verlängerung dann doch noch ein Tor kassiert haben.“

Nach dem Sensations-Erfolg mit der Silbermedaille bei Olympia nutzten zahlreiche Menschen in München die Gelegenheit, der DEB-Auswahl nachzueifern. Wir haben dem Nymphenburger Kanal einen Besuch abgestattet.

Die Münchner jubeln über die Silbermedaille von Deutschlands Eishockey-Nationalmannschaft bei Olympia 2018! Und traumhafter hätte der Sensationserfolg des deutschen Teams gestern nicht gefeiert werden können: Bei strahlendem Sonnenschein tummelten sich auf dem Nymphenburger Kanal hunderte Sportbegeisterte, die sich mit Eishockey, Eisstockschießen und Schlittschuhfahren fit - und vor allem warm - hielten. Bewegung war angesichts der klirrenden Kälte (die Temperaturen zeigten bis zu minus 6 Grad auf dem Thermometer) auch dringend notwendig! 

Die Freude der Wintersportler ist groß: Seit vergangenen Samstag ist der Kanal zugefroren. Dennoch: Die Polizei mahnt zur Vorsicht, denn stellenweise kann es noch dünne Eisflächen geben. Wer auf Nummer sicher gehen will: Informationen über die Eisfläche gibt auch der Schlitterclub auf seiner Internet-Seite unter www.schlitterclub.de

In einem dramatischen Finale hatten die deutschen Kufen-Helden gegen die Russen in der Verlängerung 3:4 verloren. Das Gesprächsthema von kleinen und großen Eishockey-Fans auf dem Kanal: „Klar, das Spiel wird in die Geschichte eingehen, das hat die Nation bewegt“, sagt etwa Florian Schmidt (42). Der Sportjournalist ist überzeugt: „Heute werden wohl einige Hockey-Schläger verkauft.“ Wird jetzt das

Eishockey-Fieber in Deutschland

ausbrechen? „Einen spontanen Schub kann ich mir schon gut vorstellen.“ Tatsächlich hatten sich viele Zwergerl bei Freunden Schläger ausgeliehen und trauten sich am Wochenende erstmals aufs Eis. Andere sind bereits im Verein, zum Beispiel beim Turn- und Sportclub Obermenzing. Sie verrieten: „Wir wollen nun noch mehr trainieren, um so gut zu werden wie die Stars von Pyeongchang.“ Wir haben uns aufs Eis begeben und die Hockey-Stars von morgen befragt: 

„Die Farben Gold und Silber sind viel schöner als Bronze“ 

Carlos Schmidt (6): Ich habe mich erst sehr geärgert, dass wir in der Verlängerung dann doch noch ein Tor kassiert haben. Aber jetzt freue ich mich, dass wir den zweiten Platz gewonnen haben: Weil die Farben Gold und Silber sind viel schöner als Bronze. 

Kältewelle in München: Endlich ist er zugefroren, der Nymphenburger Kanal.

Clara Sabel (10) mit Mutter Wiebke (36, Ärztin) und Philipp (47, Geschäftsführer): Seit ich vier Jahre alt bin, gehe ich zum Schlittschuhlaufen. Jetzt habe ich mir spontan von Freunden einen Hockey-Schläger ausgeliehen - und seit Samstag übe ich auf dem Kanal. Es macht mir großen Spaß und ich werde sicher bald wieder spielen. 

Jakob (8) mit seinem Bruder Nicholas (6) Polter-Alarconi aus Obermenzing: Das Spiel haben wir leider nicht gesehen, da haben wir noch geschlafen. Aber unser Papa hat uns erzählt, dass die Deutschen die Silbermedaille gewonnen haben. Darüber haben wir uns sehr gefreut. Am Eishockey-Sport gefällt uns am besten, wenn man hinfällt - und dass das Spiel so schnell ist. 

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Pasing – mein Viertel“.

Tina Layes

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