Zum zweiten Mal qualifiziert

„Zur Sicherheit aus Deutschland mitgebracht“: Athletin will fatales Olympia-Szenario unbedingt vermeiden

Christina Hering beim lauf
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Christina Hering träumt bei der Sommer-Olympiade von der Finalteilnahme.

Mit Extragepäck reist Christina Hering zu Olympia. Schon Tage vor dem Wettkampf sei Vorsicht geboten, erzählt die 26-Jährige.

München - Nach 2016 ist es für Christina Hering (26) bereits die zweite Olympia*-Teilnahme. Das Finale in Tokio zu erreichen, wäre der „absolute Traum“ der 800-Meter-Läuferin. Im Interview spricht die Leichtathletin* der LG Stadtwerke München über Wettkämpfe ohne Zuschauer und verrät, warum das Thema Ernährung jetzt besonders in den Fokus rückt.

Mit Katharina Trost ist eine Teamkollegin mit Ihnen nach Tokio gereist: Wie können Sie sich beim Saison-Highlight gegenseitig unterstützen?

Christina Hering: Es ist immer schöner, wenn man sich auch die letzten Tage vor dem Großereignis zusammen vorbereiten kann. Dass wir nun auch von unserem Bundes- und Heimtrainer Andreas Knauer vor Ort betreut werden, ist natürlich toll.

In Rio de Janeiro haben Sie 2016 schon bei den Olympischen Spielen teilgenommen. Was bedeutet es, die Qualifikation ein zweites Mal erreicht zu haben?

Das ist schon ein tolles Gefühl. In den dazwischenliegenden fünf Jahren durfte ich sehr viel durch den Sport erleben und bin nun eine reifere und erfahrenere Athletin als in Rio. Ich hoffe natürlich, dass ich das zu meinem Vorteil nutzen kann.

Christina Hering bei Olympia 2021: „Finalteilnahme wäre absoluter Traum“

2016 war vor dem Halbfinale Schluss. Was ist in Tokio das Ziel?

Bei den Olympischen Spielen muss man sich bereits in der ersten Runde taktisch durchsetzen. Ich fühle mich gut vorbereitet und werde selbstbewusst an der Startlinie stehen. Ein absoluter Traum wäre die Finalteilnahme.

Zuschauer sind aufgrund der Corona-Pandemie nicht zugelassen. Wie bitter ist das für die Athleten?

Natürlich ist das sehr schade, da dadurch ein großer Teil des olympischen Flairs verloren gehen wird. Normalerweise hätte mich auch ein großer Fanclub aus Freunden und Familie begleitet. Das ist nun leider nicht möglich. Als Sportlerin bin ich aber froh, dass die Wettkämpfe überhaupt stattfinden können.

„Zur Sicherheit habe ich zusätzliche Verpflegung aus Deutschland mitgebracht“

Im Olympischen Dorf dürfte aufgrund der Corona-Bestimmungen keine Party-Laune aufkommen. Wie beschäftigt man sich auf dem Zimmer?

Im Olympischen Dorf werden wir in Apartments untergebracht sein. Aus dem deutschen Team kenne ich bereits viele Sportler, allerdings wird man wohl kaum Kontakt zu den Sportlern anderer Nationen haben.

Man hat gehört, dass das Mensaessen in Rio nicht so gut war ...

Die Zeitverschiebung, die Klimaumstellung und die Aufregung verlangen dem Körper viel ab. Daher ist es wichtig, auch schon in den Tagen vor dem Wettkampf gut auf seine Ernährung zu achten. Zur Sicherheit habe ich zusätzliche Verpflegung aus Deutschland mitgebracht. (lks) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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