Olympia: Durchbruch im Grundstücks-Zoff!

Erfolgreicher Vermittler: Staatskanzleichef Siegfried Schneider
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Erfolgreicher Vermittler: Staatskanzleichef Siegfried Schneider

München - Im heiklen Grundstücks-Streit von Garmisch-Partenkirchen ist Staatskanzlei-Chef Siegfried Schneider ein olympiareifer Verhandlungs-Coup geglückt.

Unmittelbar vorm Besuch der IOC-Kommission hat sich der strategisch wichtigste Landeigentümer zu weiteren Gesprächsrunden mit den Olympia-Machern bereit erklärt. „Wir sind zuversichtlich, dass wir eine Lösung hinbekommen, um die benötigten Flächen nutzen zu können. Und ich betone dabei noch einmal ausdrücklich das Wort wir“, sagte der Minister der tz.

Diese Wintersportarten sind olympisch

Diese Wintersportarten sind olympisch

Snowboard: In Sotschi werden in dieser Sportart in zehn Disziplinen Medaillen vergeben © dpa
Slopestyle: Diese Snowboard-Disziplin ist seit 2014 neu im Olympia-Programm. Die Fahrer müssen einen Parcours absolvieren und dabei Drehungen und Grabs zeigen. Die Jury gibt dafür Punkte. © dpa
Cross: Hier müssen mehrere Snowboarder gleichzeitig eine Abfahrtsstrecke bewältigen © dpa
Halfpipe: Auch in der Halfpipe können Snowboarder um Gold, Silber und Bronze kämpfen © dpa
Parallel-(Riesen-)Slalom: Hier geht es "Mann gegen Mann" beziehungsweise "Frau gegen Frau". Zwei Fahrer treten gegeneinander an. © dpa
Bob: Hier fallen drei Entscheidungen. Und zwar im Zweierbob (Damen und Herren) und im Viererbob © dpa
Curling: Für Außenstehende ein Rätsel - für die Spieler harte Arbeit. Beim Curling versuchen zwei Mannschaften zu je vier Spielern, ihre Steine näher an den Mittelpunkt des Zielkreises auf der Eisbahn zu spielen als das gegnerische Team. © dpa
Skeleton: Kopf voran in die Eisröhre! Zwei Garnituren Gold, Silber und Bronze werden hier vergeben. © dpa
Eiskunstlauf/Eistanz: Hier ist Eleganz auf Kuven gefragt. In fünf Disziplinen wird um Gold gekämpft - zum ersten Mal auch als Team-Wettbewerb. © dpa
Eisschnelllauf: 12 Mal Gold gibt es im Eisschnelllauf in Sotschi zu gewinnen. Die Distanzen reichen von 500 Metern bis 10.000 Metern. Auch die Teamverfolgung steht auf dem Programm. © dpa
Rennrodeln: Hier dominieren seit Jahren die Deutschen. Vier Medaillen werden in Sotschi vergeben, davon zwei im Einsitzer (Damen und Herren) und eine im Doppelsitzer. Die vierte Medaille wird in einer Disziplin vergeben, die neu bei Olympia ist. Und zwar im ... © dpa
Rennrodeln-Staffel: Sie feiert in Sotschi Premiere. Die Staffel besteht aus einem weiblichen und einem männlichen Einsitzer-Fahrer, sowie einem Doppelsitzer. Die Deutschen Felix Loch (l-r), Tobias Arlt, Tobias Wendl und Natalie Geisenberger sind haushoher Favorit. © dpa
Ski Alpin: Insgesamt zehn Mal Gold wird in den alpinen Disziplinen vergeben - in der Abfahrt, im Super G, im Riesenslalom, im Slalom und in der Kombination. © dpa
Eishockey: Zwei Goldmedaillen werden ausgespielt - jeweils eine bei den Herren und bei den Damen. © dpa
Langlauf: In der Loipe werden zwölf Goldmedaillen vergeben. Und zwar im Skiathlon (2 x 7,5 Kilometer), im Sprint, im Team-Sprint, über 10 und 30 Kilometer (Damen) und 15 und 50 Kilometer (Herren) sowie in der Staffel (4x5, bzw. 4x10 Kilometer). © dpa
Skispringen: Insgesamt wird im Skispringen in vier Wettkämpfen um den Sieg gekämpft, dabei werden drei bei den Männern vergeben (Normalschanze, Großschanze, Team) und einer beim ... © dpa
Skispringen der Damen: Auch das ist neu bei Olympia 2014. Die wagemutigen Damen dürfen allerdings "nur" von der Normalschanze hüpfen. © dpa
Ski-Freestyle: Die Artisten auf zwei Brettern kämpfen um insgesamt zehn Goldmedaillen. Für sie heißt es auf der  Buckelpiste alles geben, sowie im Ski Cross, Slopestyle, im Sprung und - ab 2014 ganz neu dabei - im ... © dpa
Ski-Freestyle Halfpipe: In der halbierten Röhre gilt es für die Frauen und Männer, hohe Sprünge und spektakuläre Tricks zu zeigen. Dafür vergibt die Jury Punkte - und am Ende Gold, Silber und Bronze. © dpa
Biathlon: Wer trifft und flink läuft, der hat im Biathlon große Chancen auf den Sieg. Elf Mal Gold wird ausgekämpft. Neben Sprint, Verfolgung, 15 bzw. 20 Kilometer, Massenstart und der Staffel, steht ab 2014 eine neue Disziplin auf dem Olympia-Programm. Es ist die ... © dpa
Biathlon Mixed-Staffel: Das gemischte Team aus zwei Frauen und zwei Männern feiert Premiere bei Olympia. © dpa
Nordische Kombination: In die Skisprungspur UND in die Langlaufloipe müssen die Nordischen Kombinierer. Die Athleten haben die Chance auf drei Goldmedaillen. © dpa
Shorttrack: Bei dieser Sportart werden in Sotschi acht Medaillen vergeben. Bei den Herren und Damen über 500, 1000 und 1500 Meter, sowie in der Staffel. © dpa

Dieses – offenbar auch schriftlich festgehaltene – Ergebnis kann Schneider jetzt den Olympia-Kontrolleuren präsentieren, die a

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Siegfried Schneider und OB Christian Ude im Olympia-Doppelinterview

b Montag den Stand der Planungen in den drei Bewerberorten München, Garmisch und Berchtesgaden unter die Lupe nehmen. Konkret geht es um eine Wiese im Zielbereich der Kandahar-Rennstrecke. Sie ist für das Bewerbungskonzept in Garmisch von zentraler Bedeutung, wäre nur durch eine erneute Verlegung des finalen Pistenabschnitts zu ersetzen. Dieser Umbau würde viel Zeit und Geld kosten. Besitzer Max B. hatte bislang lediglich grünes Licht für die Ski-WM und die Weltcup-Rennen in den nächsten Jahren gegeben.

Eine Nutzung für die Winterspiele 2018 sei definitiv ausgeschlossen, ließen seine Anwälte verlauten – sogar in einem Brandbrief ans IOC. „Doch jetzt ist der Gesprächsfaden wieder aufgenommen“, wie Schneider spürbar erleichtert betont. Gemeinsam mit Max B. gelang es dem CSU-Politiker, den gordischen Knoten zu lockern – und zwar bei einem Gipfeltreffen Anfang vergangener Woche in München. Nach tz-Informationen nahmen daran neben den beiden direkten Verhandlungspartnern auch ranghohe Berater und Top-Juristen teil. Schneider selbst bestätigte zwar dieses Gespräch, wollte sich zum konkreten Inhalt aber nicht äußern.

Bei dem Treffen sollen sich beide Seiten konstruktiv aufeinander zubewegt haben. Am Schluss einigten sich der Staatskanzlei-Chef und der Grundstücksbesitzer auf einen Kompromiss: Sie hielten gemeinsam fest, dass es weitere Gespräche geben werde. Die strategische Absicht dahinter: Schneider kann dem IOC gegenüber Verhandlungsfortschritte vermelden, und Max B.’s Anwälte wahren ihr Gesicht. Schließlich vertritt die renommierte Münchner Kanzlei Labee & Partner an die 60 weitere Grundstücksbesitzer, die sich zu einem Olympia-Boykott zusammengeschlossen haben.

Sie bereiten der Bewerbungsgesellschaft allerdings keine größeren Kopfschmerzen. Denn neben dem Areal von Max B. brauchen sie zwingend nur die Flächen von weiteren fünf bis sechs Eigentümern. Für alle anderen existieren bereits Ausweichmöglichkeiten. In zwei bis drei der kritischen Fälle scheint nach übereinstimmenden tz-Informationen bereits eine Einigung in Reichweite gerückt zu sein. Und die will Schneider am liebsten noch vor seinem anstehenden Ausscheiden als Chef der Staatskanzlei und dem Wechsel zur Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) perfekt machen – sozusagen als sein olympisches Vermächtnis.

tz

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