Der Olympia-Fahrplan

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Bewerbungs-Frontfrau Katarina Witt und der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude.

München - Ein Weißwurstfrühstück, so ist es geplant. Am Montagvormittag werden sich Vertreter der Münchner Olympiabewerbung nochmal mit Journalisten zusammensetzen – und dann das Bid Book auf seine Reise schicken. Der Olympia-Fahrplan:

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Ski-WM: Einigung im Garmischer Grundstücksstreit

Münchens Bewerbungs-Unterlagen für die Winterspiele 2018 müssen ja schließlich am Dienstag beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Lausanne sein. Und vorher gibt’s eben noch dieses Weißwurstfrühstück zum letzten Informationsaustausch. Wobei man jetzt schon mal annehmen darf: Alle Beteiligten werden mit gutem Appetit essen. Weil: Das Grundstücks-Thema in Garmisch-Partenkirchen, das den Sportfunktionären so auf den Magen geschlagen hat, ist jetzt zumindest teilweise vom Tisch. Die Einigung über das so wichtige Grundstück im Zielbereich der Kandahar gilt zwar ausdrücklich nicht für Olympia, sondern nur für die Ski-WM (siehe Bericht links auf dieser Seite). Aber – und das ist ganz, ganz wichtig: Diese Einigung zeigt, dass es zumindest wieder die Bereitschaft zu Verhandlungen gibt. Dass die Fronten nicht mehr völlig verhärtet sind. Diese Entwicklung kommt gerade zur rechten Zeit. Denn: Die Bewerbung ist in einer wichtigen Phase.

Der Olympia-Fahrplan:

Am Dienstag muss München das Bid Book beim Internationalen Olympischen Komitee einreichen. Es handelt sich dabei um ein Buch mit gut 400 Seiten. Enthalten: alle wichtige Informationen über die Münchner Bewerbung – also auch Details über die Flächen, auf denen die Spiele stattfinden sollen. #

Ab 7. Februar steigt die Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen. Von Anfang an sollte das auch eine Visitenkarte für die Olympiabewerbung sein. Hochrangige internationale Gäste sollen sehen: Hier in Bayern können die Menschen tolle Großveranstaltungen organisieren. Klar ist: Jetzt, mit der Grundstücks-Zusage im Hintergrund, geht das alles natürlich leichter.

Ab 1. März kommt die so genannte Evaluierungskomission des IOC für einen viertägigen Besuch nach Bayern. Diese Leute, allesamt Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet, sollen die Bewerbung auf Herz und Nieren überprüfen. Ihr wichtigster Job: Rausfinden, ob das, was im Bid Book steht, auch tatsächlich stimmt. Die Damen und Herren werden auch in Garmisch-Partenkirchen vorbeischauen. Da ist es natürlich gut, wenn man an der Kandahar vorbeigehen und sagen kann: Das hier ist übrigens das Grundstück, bei dem wir auch schon für die Ski-WM eine Einigung erzielt haben…

Am 6. Juli fällt bei der IOC-Versammlung in Durban (Südafrika) die endgültige Entscheidung über den Olympia-Ausrichter 2018. Infogrundlage für die Wahl ist der Bericht, den die Evaluierungskomission verfasst hat.

Uli Heichele

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