Ude: "Spektakel, um die Gegenseite zu beeindrucken"

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Daumen hoch für Olympia: Oberbürgermeister Christian Ude (r.) mit DOSB-Präsident Thomas Bach.

München - Im Streit um benötigte Grundstücke für die Bewerbung von München um die Olympischen Winterspiele 2018 hat Oberbürgermeister Christian Ude dem Anwalt der Grundeigentümer ein unlauteres Vorgehen vorgehalten.

"Aus zwölf Jahren anwaltlicher Erfahrung kann ich nur sagen: Wenn man überhaupt keine Chance hat, dann muss man ein öffentliches Spetakel veranstalten, um zumindest damit die Gegenseite zu beeindrucken", sagte er am Sonntag am Rande des alpinen Weltcup-Rennens in der bayerischen Landeshauptstadt. Dies sei derzeit der Fall.

Der Münchner Anwalt Ludwig Seitz hatte als Vertreter von 59 Grundeigentümern in Garmisch-Partenkirchen kurz vor Weihnachten das Internationale Olympische Komitee (IOC) vom Widerstand seiner Mandanten gegen die Bewerbung in Kenntnis gesetzt und ein Ende der Bewerbungsbemühungen verlangt. Ude suggerierte mit seinen Aussagen, dass Seitz keine rechtliche Handhabe besitze: "Wenn man gute Chancen hat, zerrt man die Gegenseite vor Gericht. Wenn man geringe Chancen hat, sollte man immer möglichst einen Vergleich schließen." Seitz aber habe sich für "ein Spektakel" entschieden.

"München 2018"-Bewerbungschef Bernhard Schwank betonte darüber hinaus, es gehe bei dem Streit mitnichten um die Flächen von 59 Eigentümern. "Es sind fünf, sechs Grundstückseigentümer, die von unseren Planungen betroffen sind. Mit denen wollen wir im Gespräch bleiben. Wir setzen auf eine einvernehmliche Lösung", sagte Schwank. Ude mutmaßte, die wenigen tatsächlich betroffenen Grundeigentümer würden noch um ihren eigenen Vorteil kämpfen.

Für eines der Grundstücke, das zunächst für die alpine Ski-WM im Februar (7. bis 20.) benötigt wird, zeichnet sich nach Angaben von Skiverbands-Präsident Alfons Hörmann eine Lösung ab. Der Garmisch-Partenkirchner Bürgermeister Thomas Schmid habe ihm mitgeteilt, es gebe derzeit drei Möglichkeiten, um das Problem zu lösen, es sei nur noch zu klären, "wie" die Lösung schließlich aussehe. Bei der umstrittenen Fläche handelt es sich um 4000 Quadratmeter im Zielbereich der Abfahrtsstrecke "Kandahar".

SID

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