Die Pläne fürs neue Oly-Dorf!

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Wintermärchen 2018: Von den umlaufenden Balkonen lässt sich der Blick auf die anderen elliptischen Punkthäuser und den Park genießen.

München - München macht sich fit für Olympia 2018 – aktuell mit spektakulären Entwürfen für das Olympische und das Mediendorf.

 Wirklichkeit werden die Pläne nur, wenn das Internationale Olympische Komitee (IOC) am 6. Juli 2011 seinen Segen gibt – sonst bleiben es Luftschlösser. Derzeit ist aber fast euphorischer Optimismus zu spüren. Die Stadt habe eine „ganz große Hürde“ auf dem Weg zu einer erfolgreichen Bewerbung für die Winterspiele 2018 genommen, kommentierte am Freitag ein glücklicher OB Christian Ude die Entscheidung im Architekturwettbewerb.

Mit dem einstimmig gekürten Siegerentwurf ist auch die Bundeshauptstadt am sportlichen Groß-Unternehmen München plus 2 beteiligt: Das Berliner Büro Léon Wohlhage Wernik hat die „Inseln mit ellipitschen Punkthäusern“ fürs Athletendorf erdacht, „unverwechselbare“ Highlights für die Erweiterung des Olympiageländes an der Schwere-Reiter-Straße.

So verändert München sein Gesicht

So verändert München sein Gesicht

Das Areal als Modell von oben gesehen.

So begeistert wie die Jury zeigte sich auch Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon: „Bei den Sommerspielen 1972 wurde Architekturgeschichte geschrieben, und nun setzen die Punkthochhäuser mit ganz neuer Architektur ein weiteres Signal.“ 15 sieben- bis 14-stöckige ovale Türme – 20 bis 50 Meter hoch – sind, „wie spielerisch“, so Architektin Prof. Hilde Léon – im Grün des Parks verteilt. 95 Prozent des alten Baumbestands können dabei erhalten werden. Die Bauten mussten ja nicht nur städtebaulich überzeugen – sondern „richtigen Schwung reinbringen“, wie Preisgerichts-Vorsitzender Prof. Thomas Jocher es formulierte. Sie müssen nachhaltig sein, sowohl hinsichtlich des Energiestandards als auch der Folgenutzung: Nichts weniger als eine ökologische Mustersiedlung (Plus-Energie bzw. Passivhausstandard) war gefordert.

Wo während der Spiele die Sportler aus aller Welt wohnen, entstehen später 880 Wohnungen für Münchner. Die gibt es nur mit Olympia, unterstrich Ude: Nur dafür stellt das Verteidigungsministerium einen Teil seines Geländes zur Verfügung. Eine deutliche Ermahnung an die grünen Bewerbungs-Gegner. Weil das Dorf auch als Unterkunft für die Paralympics dienen wird, war Barrierefreiheit und Behindertengerechte Gestaltung gefordert – ein Tribut an die demografische Entwicklung.

Das Mediendorf ist auf dem östlich angrenzenden 70 000 Quadratmeter-Areal geplant, das vom Freistaat für Olympia spendiert wird. Mit lockeren freistehenden Gebäuden wird die bestehende Blockbestand ergänzt und vollendet die Rotunde des Rosa-Luxemburg-Platzes. Nacholympisch entstehen 420 weitere Wohnungen. Das verbleibende Bundeswehrareal Ecke Landshuter Allee/Dachauer Straße wird vom Bund gestaltet.

Barbara Wimmer

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