Oly-Halle: Die ganze Statik in Gefahr?

+
Sicherheitshalber wurde die Olympiahalle weiträumig abgesperrt

München - Die Sanierung der Münchner Olympia-Halle steht unter keinem guten Stern. Bei den Arbeiten gab es jetzt eine Panne, die vielleicht weitreichende Folgen hat.

Die Trägerkonstruktion, an der die Veranstaltungstechnik (wie etwa die Beleuchtung) befestigt ist, wurde so stark beschädigt, dass auch die Dachkonstruktion und die gesamte Statik in Mitleidenschaft gezogen sein könnte. Vorsorglich wurde das ganze Hallen-Areal mit Sperrbändern abgeriegelt!

„Die Arbeiten in der Halle gehen aber weiter“, so Bettina Hess, Sprecherin der Stadtwerke München, die für die Sanierung zuständig sind. Zur Panne kam es, als die Trägerkonstruktion der Veranstaltungstechnik erneuert werden sollte. Dazu wurde ein Sicherungskonstrukt aus Stahl-Spannseilen eingebaut. Doch ein Seil löste sich und beschädigte die Träger.

Für Olympia 1972: Vor 40 Jahren war hier die größte Baustelle

Für Olympia: Anfang der 70er war hier die größte Baustelle Europas

Wie groß der Schaden ist, muss nun geklärt werden. Bettina Hess geht davon aus, dass die Absperrung heute wieder aufgehoben wird. Möglicherweise wird die Sanierung nun noch teurer – obwohl die Kosten auch so schon explodiert sind: Im April hatte der Stadtrat 49 Millionen Euro für eine neue Betriebs­technik und verbesserten Brandschutz genehmigt. Vor einem Jahr waren die Kosten dafür noch auf 30 Millionen geschätzt worden.

WdP

Auch interessant

Meistgelesen

So nahm die Münchner Polizei den Einbrecher-Clan hoch
So nahm die Münchner Polizei den Einbrecher-Clan hoch
Neue Großmarkthalle wird 40 Millionen teurer
Neue Großmarkthalle wird 40 Millionen teurer
Bewährung für Todes-Schubser, Haft für Maxvorstadt-Schützen
Bewährung für Todes-Schubser, Haft für Maxvorstadt-Schützen

Kommentare