Geschäftsführer Ralph Huber

Olympiapark: Alltag trotz Untreue-Ermittlungen

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Olympiapark-Geschäftsführer Ralph Huber

München - Der Betrieb geht normal weiter im Olympiapark. Geschäftsführer Ralph Huber (48) ist im Dienst, nahm am Dienstag an Sitzungen und Treffen teil - und das trotz Ermittlungen gegen ihn.

„Herr Huber ist im Büro“, sagt Olympiapark-Sprecher Arno Hartung. Zwar ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue in fünf Fällen gegen Huber – bewiesen ist aber nichts. Eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats ist nach derzeitigem Stand nicht geplant. Das nächste Treffen soll es im Juni geben.

Allerdings werden nun neue Details zu den Vorwürfen aus Mitarbeiterkreisen gegen den Chef bekannt: Nach tz-Informationen soll Huber zwar einen Betrag für die Geburtstagsfeier für zwei seiner Kinder im Olympiapark gezahlt haben. Der Vorwurf des Personals lautet allerdings: Das war nicht genug. Während sich die Kosten auf rund 5000 Euro belaufen haben sollen, hat Huber angeblich nur rund 500 Euro bezahlt. Dieser und andere Vorwürfe wurden der Stadt Mitte Januar zugespielt. Die Angaben waren so detailliert, dass die Gesellschafterin des Olympiaparks die Staatsanwaltschaft einschaltete. Vergangenen Donnerstag rückten die Ermittler zur Razzia im Park, in Hubers Wohnung und an zwei weiteren Adressen an. Die Staatsanwaltschaft muss nun prüfen, was an den Vorwürfen dran ist. Das kann dauern. So lange gilt die Unschuldsvermutung.

Zumal schon einmal ein Ermittlungsverfahren im Park im olympischen Sand verlaufen ist. Im Sommer 2002 lautete der Verdacht gegen Hubers Vorgänger Wilfrid Spronk: Untreue. Die haltlosen Vorwürfe drehten sich um ein Konzept für die Kioske. Das Verfahren wurde nach Monaten eingestellt. Damals stellte sich OB Christian Ude (SPD) sofort vor den Chef. Aktuell schweigt die Stadtspitze wegen der laufenden Ermittlungen.

hei, dac, arb

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