Der Grünplan für den Olympiapark

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Der Olympiapark München wird umgestaltet.

München - Der Olympiapark macht sich fit für die Winterspiele 2018 – und für die Zeit danach. Ein Millionenprogramm für Sanierung von Stadion, Olympiaturm und Olympiahalle steht schon.

Auch die Architekten-Wettbewerbe für das Olympische Dorf sind entschieden. Jetzt liegt auch der Rahmenplan für die künftige Gestaltung des Parks vor, der in einem Workshop aus Stadträten, Verwaltung und Architekten erarbeitet wurde. Planungs-Koreferent Walter Zöller (CSU): „Der Park wird größer und attraktiver und sich besser mit den Nachbarvierteln verzahnen.“

So verändert München sein Gesicht

So verändert München sein Gesicht

Hofstatt, Residenzpost, auch der Karstadt am Dom: In der Innenstadt bleibt derzeit kaum ein (Pflaster-) Stein auf dem anderen. Die City macht in diesen Monaten die größte Verjüngungskur seit dem Zweiten Weltkrieg und der Zeit vor Olympia 1972. Wir zeigen Ihnen, wo die Münchner in der Altstadt schon etwas Geduld brauchen und wo sie in absehbarer Zeit mit Baustellen zu rechnen haben. © Kurzendörfer
Die Hofstatt: Das ist ­eigentlich nicht nur eine Baustelle – das sind gleich mehrere! Dazu gehört dieser Abschnitt hier in der Sendlinger Straße. Wo sich momentan Baugerüste zwischen den Altbauten spannen, werden innerhalb der kommenden zwei Jahre neue Geschäfts- und Büroräume entstehen. © Kruse
Der Abriss begann schon Anfang 2009. Eigentlich sollte der Komplex 2011 fertiggestellt werden. Doch unvorhergesehene Altlasten und Probleme bei der Finanzierung brachten das Bauprojekt ins Stocken. © fkn
Der Kerngedanke für die neue Hofstatt ist eine dreiarmige Passage (Ausgänge zu Sendlinger Straße, Hackenstraße und Färbergraben) © fkn
Glänzende Lage – und entsprechende Mieter… Im neuen Palais an der Oper wird unter anderem die Luxusmarke Louis Vuitton ihr neues Deutschland-Hauptquartier beziehen. © Kurzendörfer
Hans Schlamp, geschäftsführender Gesellschafter von Investor Accumulata: „Die Bauarbeiten am Palais an der Oper kommen zügig voran.“ © fkn
fkn
Auch dank Wochenend-Extraschichten der Bauarbeiter. Die Fertigstellung ist für nächstes Jahr geplant.
So sah es dort früher aus. © Kruse
Jetzt ist der seit Jahren unansehnlich gewordene Teil an der Löwengrube dran. Drei Jahre lang wird der Trakt für 27 Millionen Euro saniert. Kriminaldauerdienst, Mordkommission und Spurensicherung mussten in andere Dienststellen umziehen – zum Teil in ein angemietetes Gebäude in der Hansastraße. © Westermann
Dom/Münchner Bank: Direkt im Angesicht der beiden Domtürme wird derzeit die bisherige Zentrale der Münchner Bank umgebaut. Die Hauptverwaltung des Instituts ist in den Arabellapark gezogen. © Jantz
Bis Mai 2012 soll das Gebäude in ein Wirtshaus mit 250 Sitzplätzen drinnen und einer Terrasse für 125 Gäste umgebaut werden. Eine Bank-Filiale bleibt erhalten. Während die Fassade zum Frauenplatz im Wesentlichen erhalten bleiben soll, wird die Seite zur Augustinersraße völlig neu gestaltet. Die Domtürme, die derzeit saniert werden, bleiben bis 2016 Baustelle. Danach soll das Kirchenschiff erneuert werden. © fkn
Zentraler geht’s wirklich nicht: Mitten in der ­Fußgängerzone, wo früher der Karstadt am Dom ­residierte, entsteht derzeit in einer riesigen Baugrube ein schickes neues ­Gebäude. © Kruse
Fertig werden soll’s bis Herbst 2013, aber die wesentlichen ­Mieter stehen jetzt schon fest. Nämlich: Sport Scheck (auf 10 000 ­Quadratmetern) sowie die Mode-Ketten Mango und Forever 21. © fkn
Auf dem 5000-Quadratmeter großen Grundstück soll ein aus fünf Obergeschossen, vier Untergeschossen und zwei Lichthöfen bestehender Multi-Funktionsbau entstehen – mit Geschäften, Wohnungen, Büros und einer Tiefgarage auf insgesamt 44 000 Quadratmetern Nutzfläche. © fkn
So mancher sagt: „Das ist eigentlich Münchens netteste Einkaufsstraße – bloß ein bissl zu eng ist es.“ Aber das ändert sich… In der Sendlinger Straße der Zukunft wird’s mehr Platz zum Flanieren geben – weil die Auto-Spuren wegfallen und einem neuen Stück Fußgängerzone weichen! © Kruse
Wenn die Bauarbeiten auf dem Hofstatt-Areal (ehemalige SZ) beendet sind, soll die Sendlinger Straße zwischen Färbergraben und Hackenstraße zur Fußgängerzone werden. Auch die Dultstraße soll autofrei werden. Dabei fallen 41 Kurzzeitparkplätze weg. Der Gehweg ist mittlerweile für 3000 und am Samstag sogar 4000 Fußgänger zu klein. Das soll sich durch den Umbau ändern. © Schlaf
Im kommenden Jahr (2012) sollen die Bauarbeiten losgehen. Der genaue Termin hängt auch vom Fortschritt in Sachen Hofstatt ab. © fkn
Kruse
So sieht es in der Sendlinger Straße derzeit aus. © Kruse
Parkhaus Hildegardstraße: Das städtischen Parkhaus an der Hildegardstraße mit seinen 500 Stellplätzen soll verkauft werden – und einem Wohn- und Geschäftshaus weichen. Das Kommunalreferat hat das Grundstück gerade europaweit ausgeschrieben – der neue Investor soll auch eine Parkgarage unter dem Thomas-Wimmer-Ring errichten. © Kurzendörfer
Kaufingerstraße 11: Geht es nach den Besitzern, dann soll das Haus Nummer 11 an der Kaufinger Straße bis 2014 einem Neubau weichen. Derzeit ist in dem Geschäftshaus zwischen C&A und Kaufinger-Tor-Passage ein Schuhgeschäft. Der erste Fassadenentwurf fiel allerdings bei der Stadtgestaltingskommission durch. Jetzt wird umgeplant. © Schlaf
Im Krieg zerstört, wurde die Fassade zur Neuhauser Straße wieder neu errichtet, dahinter zog das Landesamt für Statistik ein sowie das Kaufhaus Hettlage. Der Freistaat Bayern will den Komplex in allerbester Lage verkaufen, die Rede ist von einem geplanten Erlös von 120 Millionen Euro. Das Statistik-Amt zieht nach Fürth um. Was mit dem Bau geschehen soll, ist unklar. Ein neuer Investor müsste auf jeden Fall die denkmalgeschützte Fassade erhalten. © Bodmer
Die Stadt will einen städtebaulichen Wettbewerb für das Areal ausloben, bei dem auch die Sattlerstraße zu einem ansprechenden Platz umgestaltet werden soll, der dann die Kaufinger-Tor-Passage mit der künftigen Hofstatt-Passage verbinden soll. © Götzfried
Konzerthaus am Marstall: Der ehemalige bayerische Finanzminister Kurt Faltlhauser will auf der Grünfläche hinter dem Marstall einen neue Konzertsaal für die BR-Symphoniker bauen. Die Symphoniker sind mit der Akustik der Philharmonie im Gasteig (Bild) nicht zufrieden, die Stadt plant dort auch bis auf Weiteres keinen Umbau. © fkn
Dazu soll ein Wettbewerb ausgelobt werden, in dem Architekten ihre Ideen für die Umgestaltung zeigen können. In unmittelbarer Umgebung wird schon in der Westenriederstraße neben dem Sedlmayr gebaut: Dort entsteht auf dem alten Schotterparkplatz ein neues Wohn- und Geschäftshaus. © Bodmer
Dienerstraße und Residenzstraße: Die Nord-Süd-Querung der Altstadt macht dem Stadrat schon seit Jahren Sorgen – eigentlich sollte diesen Herbst der Umbau des Radwegs durch die Residenz- und Dienerstraße zum Marienplatz durchgeführt werden. Der Stadtrat hatte das Planungsreferat um ein Konzept gebeten, bislang liegt das aber noch nicht im Baureferat vor – daher kann nicht gebaut werden. © Bodmer
Doch wegen der Finanzkrise wurde das Projekt zunächst verschoben. Bis dahin haben SPD und Grüne Zeit, ihre Meinungsverschiedenheiten über die Höhe der Bordsteine beizulegen. Auch die Zahl der Parkplätze, die gestrichen werden sollen, ist umstritten. © Kurzendörfer
Thomas-Wimmer-Ring: Hier steht den Münchnern eine weitere Großbaustelle ins Haus. Unter dem Thomas-Wimmer-Ring soll ein Investor eine Tiefgarage für 500 Autos bauen. Der gleiche Investor soll auch das Parkhaus an der Hildegardstraße abreißen und durch ein Geschäftshaus ersetzen. © Kruse
Max-Joseph-Platz: Auch der Max-Joseph-Platz soll umgestaltet werden. Nach Plänen des Stadtheimatpflegers und Architekten Gert Goergens soll die Zufahrt zur Tiefgarage von der Ostseite auf die Westseite zur Residenzstraße hin verlegt werden. So würden Reisebusse und Autos nicht mehr den Blick auf die Oper verstellen. Bislang scheiterte die Idee aber an den Kosten, die auf 4,5 Millionen Euro geschätzt werden. Die Stadrats-SPD will, dass der Freistaat Bayern dafür Geld zur Verfügung stellt. © Schlaf

Die tz erklärt den Grünplan für den Olympiapark:

1. Radstadion:

Die ehemalige olympische Radsporthalle soll einer Eishockey- und Mehrzweckhalle weichen mit einem Vorplatz zum Kanal, der zum Park überleitet und sich auch für temporäre Nutzungen anbietet. Eine neue Fußgängerunterführung unter der Landshuter Allee könnte den Olympiapark mit den Grünanlagen zwischen Borstei und U-Bahnhof Westfriedhof verbinden.

2. Bahnlinie:

Die ehemalige S-Bahntrasse westlich der Landshuter Allee mit dem alten Olympia-Bahnhof soll zu einem Grünzug mit Geh- und Radwegen umgestaltet werden, die über Trieb- und Moosacher Straße hinweg zu den Seen im Norden führen.

3. Hochschulsportanlage:

Der Gebäudekomplex soll mit Ausnahme des nördlichsten Laborgebäudes wegen baulicher Mängel abgerissen und weiter nördlich neu aufgebaut werden. Eine neue Stichstraße von der Moosacher Straße könnte das Olympische Dorf von 1972 vom Verkehr entlasten.

4. Tennispark:

Das Gelände der Tennisplätze am Georg-Brauchle-Ring würde sich nach Vorstellung der Planer als Spiel- und Fitnessfläche für Kinder, Jugendliche und Senioren eignen.

5. U-Bahn-Aufgang:

Die Lerchenauer Straße soll zwischen BMW-Welt und Moosacher Straße grüner werden. Der Busbahnhof Olympiazentrum soll Platz für eine Grünanlage machen, hier plant allerdings ein Investor einen Hotelturm, für den schon ein Architektenwettbewerb stattfand.

6. Olympia-Eishalle:

Die veralteten Eissport- und Trainings­hallen sollen einem Neubau weichen, der den Eingang in den Olympiapark markiert und Rücksicht auf die bestehende Architektur nimmt.

7. Olympiaturm:

Am Fuße des Turms schlagen die Planer einen Neubau für die jetzigen verschachtelten Park- und Verwaltungsgebäude vor.

8. Olympiapark:

Die Grünanlagen von 1972 sollen gründlich saniert werden.

9. Südteil mit Tollwood-Gelände:

Das grün-graue Tohuwabohu südwestlich des Olympiabergs soll in ein weites Tal umgestaltet werden, in dem Tollwood weiterhin Platz hat. 

10. Mediendorf und 11. Olympisches Dorf:

Die Grünflächen für das Olympische Dorf und das Mediendorf schließen direkt an den Olympiapark an und leiten zu den Nachbarvierteln über.

Johannes Welte

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