Beratungen laufen

Mega-Sause im Olympiapark geplant: Millionen-Plan der Stadt steht

Kunst und Kultur: So sah die Spielstraße 1972 aus. Sie soll 2022 wiederbelebt werden
+
Kunst und Kultur: So sah die Spielstraße 1972 aus. Sie soll 2022 wiederbelebt werden.

50 Jahre Olympia – das runde Jubiläum der Spiele in München soll 2022 groß gefeiert werden. Das Budget für das Spektakel ist riesig. Wir stellen die Leuchttürme des Programms vor.

  • Bald jähren sich die Olympischen Spiele in München zum 50. Mal - die Stadt plant eine große Mega-Sause.
  • Wie 1972 soll im Olympiapark ein buntes Spektakel stattfinden, als Hommage an das denkwürdige Event.
  • Dafür wird allerhand Geld locker gemacht - Wir stellen die Pläne für die Feierlichkeiten im Jahr 2022 vor.

München - Es soll ein buntes Spektakel werden – wie damals: 2022 jähren sich die Olympischen Spiele in München zum 50. Mal! Die Stadt plant zu diesem Jubiläum zahlreiche Feiern. Das Budget beträgt 4,2 Millionen Euro. Der Stadtrat berät am Mittwoch über das Thema.

Die Erinnerung an die Spiele 1972 ist für München* bleibend. Bis heute ist der Olympiapark ein Wahrzeichen der Landeshauptstadt. Mit dem Stadion und seinem denkmalgeschützten Zeltdach als Herzstück. Der Park dient gleichermaßen als Erholungsraum und als Veranstaltungsort für Sport und Kultur. München profitierte damit nachhaltig von der Aufbruchstimmung der „heiteren Spiele“. Davon zeugen Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr wie den U-Bahn-Bau sowie in neue Wohngebiete wie dem Olympischen Dorf oder Neuperlach.

München: Mega-Sause im Olympiapark soll 2022 steigen - Pläne für Programmpunkte stehen

Das Jubiläumsprogramm soll Elemente des Rahmenprogramms von 1972 wieder aufnehmen. Federführend bei der Gestaltung der Feierlichkeiten ist das Kulturreferat unter Leitung von Ressortchef Anton Biebl. Die fünf olympischen Ringe, die für die Kontinente stehen, werden unter fünf verschiedenen Perspektiven betrachtet: Sport, Kunst, Kultur, Architektur und Design. In diesem Sinne ist auch das Programm für das Jahr 2022 konzipiert. Wobei das Kulturreferat deutlich macht: „Ohne Erinnerung an das Attentat palästinensischer Terroristen auf israelische Athleten kann auch das 50. Jubiläum nicht sein.“ Bei dem Terrorakt vom 5. September 1972 kamen elf israelische Sportler und Betreuer, fünf Geiselnehmer und ein Polizist ums Leben.

Das Gesamtprogramm – es läuft von Januar bis Dezember 2022 im Olympiapark und an verschiedenen Orten in der Stadt – fußt auf drei Säulen. Den Auftakt bildet eine Eröffnungsfeier mit Aktionen und Musik im Theatron. Bei maßgeblicher finanzieller Beteiligung Dritter sei eine Ausweitung der Eröffnungsfeier auf das Olympiastadion denkbar, heißt es vom Kulturreferat. Danach wird die „Olympische Spielstraße“ wiederbelebt, die als einer der Höhepunkte 1972 galt. Rund um den Olympiasee sollen das ganze Jahr über Künstler auftreten sowie Workshops und Spiele für Kinder stattfinden. Dieser zentrale Programmpunkt schlägt mit 2,5 Millionen Euro zu Buche.

Olympiapark München: Mega-Wettkämpfe mit Tausenden Sportlern aus ganz Europa

Eine zweite Säule bilden Kooperationsprojekte mit Bezug zu Olympia in Museen und städtischen Institutionen. Dabei spielt zum Beispiel auch eine Rolle, dass der Olympiapark nach dem Willen der Stadt zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt werden soll. Schließlich findet dann im Hochsommer der sportliche Höhepunkt statt: Vom 11. bis 21. August kämpfen bei den European Championships 2022 rund 4400 Sportler aus ganz Europa um 158 Medaillen.

Die Veranstaltung gilt als eine Art Mini-Olympia. Herzstück ist die Leichtathletik mit Wettkämpfen im Olympiastadion. Die Meisterschaft umfasst acht weitere Sportarten: Beachvolleyball, Kanu, Klettern, Leichtathletik, Radsport, Golf, Turnen, Rudern und Triathlon. Die Kosten für die European Championships in Höhe von 100 Millionen Euro werden unabhängig vom Jubiläumsprogramm je zu einem Drittel von Bund, Freistaat und Stadt getragen.

Aktuell erhofft sich die Stadtratsfraktion in München eine Aufwertung des Olympiapark-Geländes und Kompensation der Corona-bedingten Einbußen. Es geht um eine Sportart, die boomt. *tz.de ist ein Angebot des Ippen Digital Netzwerks

Auch interessant

Kommentare