Projekt am Olympiapark

Nachtpflege entlastet Angehörige: Hier sind Senioren in guten Händen

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Fühlt sich gut betreut: Ruth Stefan mit Pfleger Namik Kapo im Heim „Domicil“.

Die ersten Bewohner sind in das Seniorenheim am Ackermannbogen eingezogen und fühlen sich in ihrem neuen Zuhause gut aufgehoben. 

München - Selbstbestimmt leben – und professionell betreut werden. Jeder pflegebedürftige ältere Mensch, der das über sein Heim sagen kann, darf sich glücklich schätzen. Wie die 88-jährige Ruth Stefan: Als eine der ersten Bewohnerinnen des Seniorencentrums Domicil Am Ackermannbogen zwischen Olympiaberg und Schwabing fühlt sie sich in guten Händen.

Das Besondere an der neu eröffneten Münchner Einrichtung: Hier werden Nachtpflegeplätze angeboten. Angehörige können ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder über Nacht betreuen lassen. Ein Projekt, das bayernweit zum ersten Mal durchgesetzt wurde. Nach einer Probephase will das Kommunal- und Sozialreferat abstimmen, ob Nachtpflegeplätze in weiteren Heimen Münchens und Bayerns künftig angeboten werden. Zudem verfügt das Haus über einen speziellen Demenzgarten mit Pfaden, die das Gedächtnis trainieren sollen. Ebenfalls zum Centrum gehört eine Cafeteria, die öffentlich zugänglich ist. Sie soll dazu dienen, dass die Heimbewohner auch ihre Nachbarn aus dem Wohnquartier kennenlernen und damit generationenübergreifende Begegnungen stattfinden können.

Für den 6500 Quadratmeter großen Bau hat die Stadt im Rahmen der Investitionsförderung für stationäre Pflegeeinrichtungen rund 1,9 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Der Investor, die Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft (HBB), hat weitere 25 Millionen Euro in dieses Projekt gesteckt.

Der Anstieg der Rentner in München mit Pflegebedarf wird von aktuell 26 700 Menschen auf 31 400 im Jahr 2025 steigen, so die Zahlen der Stadt.

„Wir arbeiten vehement an weiteren Lösungen, um dem prognostizierten Anstieg des Pflegebedarfs zu begegnen“, sagte Sozialreferentin Dorothee Schiwy bei der gestrigen Eröffnung. „Mit dem Seniorencentrum ist ein weiterer Schritt getan.“ 

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T. Layes

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