Rettet Flughafen-Schnee unseren Ski-Weltcup?

München - München kämpft um den Ski-Weltcup auf dem Olympiaberg. Olympiapark-Boss Ralph Huber verhängt eine Urlaubssperre und hofft auf Schnee vom Flughafen. Einen Plan B gibt es nicht.

„Wir haben zwischen Weihnachten und Neujahr eine Urlaubssperre verhängt, weil so viel zu tun ist“, sagt Olympiapark-Boss Ralph Huber. Insgesamt 100 Mitarbeiter werkeln am Wintersportfest. Ob das Highlight, der Ski-Weltcup am Olympiaberg, am 1. Januar aber überhaupt stattfinden kann?

Frank Seipp, Leiter des Organisationskomitees, arbeitete schon an zwölf Wintersport-Events des Münchner Olympiaparks mit. Erst einmal musste er vor dem Wetter kapitulieren. Sonntag- und Montagnacht liefen die Schneekanonen auf Hochtouren. 40 bis 50 Prozent der benötigten Schneemenge habe man da auf die Piste geschleudert, sagt Seipp: „Ein großer Schritt.“

Seit Dienstag aber stehen die Schneekanonen wieder still – es ist zu warm. Gar nicht zu denken an minus neun Grad. Bei dieser Temperatur wäre der Wirkungsgrad der Maschinen am höchsten. Nun prüft Seipp den Schnee, der in den Vortagen vom Flughafen geräumt wurde. Ist er gut genug für die Piste, wird er herangekarrt. Was Seipp sorgt, ist die Planungsunsicherheit: „Drei von vier Wetterstationen geben unterschiedliche Prognosen.“

Einen Plan B gibt es nicht. „Wir könnten Wasserskifahren“, scherzt Huber. Er hat die Veranstaltung ­gegen Ausfall versichert, wie es bei großen Outdoor-Veranstaltungen üblich ist. Damit würden immerhin die entstandenen Kosten für den Weltcup von knapp einer Million Euro getragen. Weitere Kosten, sagt Seipp, könne man einsparen, wenn man die Veranstaltung einige Tage zuvor absage. „Bis dahin kämpfen wir.“

Wim.

Rubriklistenbild: © dapd

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