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Omikron auf dem Vormarsch

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Von: Marc Kniepkamp

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Ein Labormitarbeiter bearbeitet Corona-Testproben. (Symbolbild)
In München breitet sich die Omikron-Variante des Coronavirus weiter aus. (Symbolbild) © Michael Buholzer/dpa

Die Virusvariante Omikron breitet sich in München aus – das zeigen neue Zahlen des Gesundheitsreferats. Dieses teilt auf Anfrage unserer Zeitung mit, dass es Stand gestern 195 gemeldete Verdachtsfälle sowie bislang 20 bestätigte Omikron-Fälle in der Landeshauptstadt gibt.

Zum Vergleich: Die bisher aktuellsten Zahlen stammten vom Montag der Vorwoche Damals war ein Fall bestätigt, zudem gab es 26 Verdachtsfälle. Als bestätigt gilt ein Fall erst nach einer Genomsequenzierung, bei Verdachtsfällen liegt ein positiver vPCR-Test vor, also ein Test, bei dem die Variante ermittelt wurde.

Die Sequenzierung der Proben nimmt einige Zeit in Anspruch. Bisher hatte Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek gesagt, sie brauche drei bis sechs Wochen. Jetzt sagt ein Sprecher ihres Referats: „Das GSR erhält die Ergebnisse der Genomsequenzierung nach ein bis zwei Wochen.“ Es handele sich um ein aufwendiges und langwieriges Laborverfahren, das die Labore je nach Auftragslage nicht täglich durchführen. Da Omikron als besonders ansteckend gilt, sind bis zu zwei Wochen Verzug dennoch eine große Zeitspanne. Daher lohnt sich zur Einschätzung der aktuellen der Blick auf die Verdachtsfälle.

Diese seien nicht mehr nur auf Reiserückkehrer zurückzuführen. „Bei den in München gemeldeten Omikron-Fällen handelt es sich um Einreisende aus Virusvariantengebieten sowie um Fälle innerhalb der Münchner Bevölkerung“, teilt das Gesundheitsreferat mit.

Übrigens: Enge Kontaktpersonen von positiv auf Omikron Getesteten müssen 14 Tage in Quarantäne – auch wenn sie bereits geimpft oder genesen sind.

Forscher des Tropeninstituts hatten Anfang der Woche bereits gemeldet, dass sie bei der Analyse von Abwasserproben, die bis zum 10. Dezember in der Münchner Kanalisation genommen wurden, Spuren von Omikron entdeckt hatten. Die Proben stammten aus vier Standorten in München und einer Kläranlage. Dabei stellten die Forschenden in fünf von sechs Proben Spuren der Coronavirus-Variante Omikron fest.

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