Der Brillen-Bus!

Optiker führt seinen Laden in einem Bus - das ist der Grund

+
Michael Högl (42) ist stolz auf seinen roten Brillen-Bus.

Einige dürften sich bei diesem Anblick verblüfft die Augen reiben: Seit kurzem steht an der Nymphenburger Straße 155 ein Londoner Doppeldeckerbus. Wozu?

Als ungewöhnliches Ausweichquartier für ein Brillengeschäft, das gerade renoviert werden muss.

Der knallrote Oldtimer, Baujahr 1965, ist schon jetzt die Attraktion im Viertel. Nicht nur Erwachsene sind fasziniert, vor allem auch Kinder zieht der Bus an wie ein Magnet. „Fast täglich besuchen uns Gruppen aus Kindergärten und Schulen, erzählt der Inhaber des Brillenhauses an der Nymphenburger Straße 155, Michael Högl. Den machte die Not erfinderisch: „Ein kapitaler Wasserschaden zwang uns zum Umzug“, so der Optikermeister. Schon einmal hatte Högl sein Geschäft in einen Doppeldecker-Bus verlegt. 2008, als die Läden in dem Gebäude umgebaut wurden.

„Wir haben überlegt, was wir dieses Mal machen, um nicht wochenlang schließen zu müssen“, erzählt der 42-Jährige. Und wieder entpuppte sich ein Doppeldeckerbus als Lösung. Das Londoner Original, das jetzt dank einer Sondergenehmigung an der Nymphenburger Straße stehen und als Geschäft genutzt werden darf, gehört einem Bekannten von Högl. Gut drei Wochen bleibt das Gefährt nun erst einmal Brillen-Bus. Dort fehle es an nichts, versichert Högl. „Wir haben Internet und eine Heizung und können alles machen, wie im Laden. Zum Beispiel Augen ausmessen und Brillen reparieren.“

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Neuhausen – mein Viertel“.

Brigitta Wenninger


Auch interessant

Meistgelesen

Kostenexplosion! Münchner S-Bahn-Tunnel wird zum Milliardengrab
Kostenexplosion! Münchner S-Bahn-Tunnel wird zum Milliardengrab
Bettler-Alarm in der U-Bahn - MVG warnt vor der Musik-Masche
Bettler-Alarm in der U-Bahn - MVG warnt vor der Musik-Masche
Studie deckt Geheimdienst-Orte in und um München auf - auch die Frauenkirche gehörte dazu
Studie deckt Geheimdienst-Orte in und um München auf - auch die Frauenkirche gehörte dazu
Ein wahrer Schutzengel: Mann (20) rettet Kleinkind in Fürstenried
Ein wahrer Schutzengel: Mann (20) rettet Kleinkind in Fürstenried

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.