Erste personelle Konsequenzen

Organspende-Skandal: Chirurgie-Chef gekündigt

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Der Organspende-Skandal im Münchner Klinikum rechts der Isar hat erste personelle Konsequenzen: Der Chef der Klinik für Chirurgie muss gehen.

München - Der Organspende-Skandal im Münchner Klinikum rechts der Isar hat erste personelle Konsequenzen: Der Chef der Klinik für Chirurgie muss gehen.

„Die Klinik hat das Beschäftigungsverhältnis aufgelöst“, sagte eine Sprecherin am Donnerstag und bestätigte Medienberichte. Zu den Gründen äußerte sie sich nicht. Die kommissarische Leitung der Klinik wird nun der bisherige leitende Oberarzt übernehmen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit dem vergangenen Jahr wegen Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Spenderlebern in dem Münchner Krankenhaus. Der Aufsichtsrat beschloss nun, die Klinik sollte sich von dem Chirurgen trennen. „Der Aufsichtsrat hat Einsicht in die Akten der Staatsanwaltschaft bekommen“, sagte eine Sprecherin von Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP).

Anfang der Woche hatte die „Süddeutsche Zeitung“ eine Liste von Verdachtsfällen zwischen 2007 und 2012 veröffentlicht. Unter anderem sollen in drei Fällen möglicherweise Blutproben manipuliert worden sein. Außerdem seien auch elf Alkoholiker auf die Warteliste gekommen. Das verstößt gegen die Vorschriften. Heubisch sagte dazu, die Fakten seien bekannt.

dpa

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