Zwischenbericht liegt vor

Organspende-Skandal: Vorwürfe gegen Klinik-Chef

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München - Im Organspende-Skandal am Münchner Klinikum rechts der Isar erhebt die Bundesärztekammer schwere Vorwürfe gegen den Klinik-Chef.

Der Professor habe den Manipulationsverdacht nicht wirklich aufklären wollen, heiße es in einem Zwischenbericht der Prüfungs- und Überwachungskommission der Ärztekammer. Vielmehr sollten „weitere Untersuchungen gerade nicht stattfinden“, und so habe „eine eigentlich gebotene Aufklärung nicht stattgefunden“.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit dem vergangenen Jahr wegen Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Spenderlebern in dem Krankenhaus. Nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ stießen die Prüfer der Bundesärztekammer auf insgesamt 36 Verstöße gegen die Vergaberichtlinien in den Jahren 2008 bis 2012. Im Februar 2010 habe der Professor aber ausdrücklich betont, dass kein Fehlverhalten vorliege.

Ein Abschlussbericht liege noch nicht vor, teilte die Kammer auf Anfrage mit. Das Klinikum und sein Chef wollten sich zu den Vorwürfen zunächst nicht äußern, weil der Prüfungsbericht noch nicht vorliege. Im Juni will die Bundesärztekammer die Ergebnisse in einer Pressekonferenz vorstellen.

dpa

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