In wenigen Sekunden schlägt er zu …

Ostbahnhof: Überwachungskamera filmt U-Bahn-Brutalo

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Mit diesem Bild einer Überwachungskamera suchte die Polizei nach dem Mann

Seine Stunden in Freiheit sind vermutlich gezählt: Bereits drei verschiedene Zeugen konnten der Polizei wertvolle Hinweise liefern.

Zudem greifen Staatsanwaltschaft und Polizei nun zum schärfsten Instrument der Öffentlichkeitsfahndung: Sie gaben gestern ein Fotos des bislang unbekannten Schlägers heraus, der in der U5 am Ostbahnhof am Samstag, 1. März einen Fahrgast (60) mit einem Kopfstoß verletzte (tz berichtete).

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Schon wieder ein brutaler U-Bahn-Angriff

Um 15 Uhr bestieg der Flughafenangestellte Wolfgang T. (Name geändert) die U-Bahn nach Neuperlach. Kurz bevor die Türen schlossen, rempelte ihn der junge Mann beim Einsteigen völlig unnötig an und sagte unverschämt: „Ich will da rein.“ Wolfgang T. reagierte verärgert: „Es ist doch genug Platz.“ Da nahm der junge Mann Anlauf und versetzte ihm einen solch Kopfstoß, dass Wolfgang T. rückwärts in die U-Bahn stürzte und blutend und benommen mit einer fünf Zentimeter langen Kopfplatzwunde liegenblieb. Als sich der Schläger breitbeinig über ihn stellte und zuschlagen wollte, wurde er von anderen Fahrgästen zurückgezogen. Drei dieser Zeugen meldeten sich bereits bei der Polizei. Weil niemand den Notruf betätigte, bekam der U-Bahnfahrer von der Schlägerei nichts mit und öffnete an der nächsten Station am Innsbrucker Ring die Türen. So gelang dem Täter die Flucht. Auch Wolfgang T. stieg an dieser Station aus. Was er in der extremen Stresssituation nicht bemerkt hatte: Der fliehende Schläger war offenbar nicht allein gewesen. Am Bahnsteigrand standen zwei Burschen herum, die der blutbesudelte Wolfgang T. ansprach. Er sagte: „Schaut, wie der Feigling rennt!“ Die hochaggressive Reaktion der jungen Männer schockte ihn zutiefst: „Halt die Schnauze, du stinkender Kartoffelfresser, sonst kriegst Du von uns noch eine!“, höhnten die Burschen. Aufgrund erster Zeugenaussagen ist nicht ausgeschlossen, dass die drei zusammengehörten. Zumindest jedoch schienen sie sich zu kennen.

Das Foto stammt von der Überwachungskamera am Ostbahnhof, kurz bevor der Täter in die U5 einstieg. Das Kommissariat 22 (Tel.2910-0) bittet um Hinweise.

(dop)

Quelle: tz

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