"Die Situation nervt"

Oster-Baustellen: Verkehrschaos am Hauptbahnhof

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München - Zu Ostern sprießen nicht nur die Blumen, auf den Münchner Straßen gedeihen jetzt auch die Baustellen prächtig. Wer nicht in die Ferien fährt, dem blüht der Stau.

Warnbaken, Sperrgitter und Markierungen prägen den Umbau am Hauptbahnhof.

Am Hauptbahnhof geht zum Beispiel kaum noch was voran: An der Ecke Bayerstraße und Goethestraße führen die Stadtwerke aktuell Instandsetzungsarbeiten durch. Arbeiter werkeln an der umlaufenden Bauwerksfuge des U-Bahnhofes zwischen Goethestraße und Schillerstraße – und der Bahnhofsvorplatz ist dicht. Absperrgitter und Warnbarken ziehen sich über Hunderte Meter. Der ganze Bahnhofsvorplatz gleicht einer riesigen Baustelle!

Bis Ende des Jahres werden die Arbeiten laut Baureferat anhalten. Gewerkelt wird in mehreren, aufeinanderfolgenden Bauabschnitten. Zu Lasten der Autofahrer: Für sie bleibt in der Bayerstraße pro Richtung in der Regel nur eine Fahrspur frei. Innerhalb der gelben Markierungen schleichen sie durch die Ludwigsvorstadt.

Auch in der Goethestraße herrscht Chaos: Gestern Vormittag erst wurde ein riesiger roter Baukran abgebaut. Nach der Vollsperrung ist jetzt Einbahnstraße – nur von der Bayerstraße aus kann man in die Schwanthalerstraße fahren. Dasselbe Prinzip gilt auch für die Senefelderstraße.

In der Bayerstraße ist es nicht besser: Wer aus Richtung Stachus kommt, kann dank der Baustelle jetzt nicht mehr nach links in die Goethestraße abbiegen. Und: Bis Ende Mai 2015 ist die Bayerstraße ab der Senefelderstraße in Richtung stadteinwärts komplett für den Verkehr gesperrt.

Hoffentlich muss man den Weg durch die Baustellen dann nicht suchen wie bald die Ostereier!

„Die Situation nervt“

Die ganze Stadt ist eine Baustelle – seit fünf Jahren schon“, sagt Javad Shayanfar (57). Der Taxler kennt sich gut aus: Er fährt seit 1994 in München. „Die Straßen werden immer kleiner. Hier am Hauptbahnhof müssen wir wegen der Baustelle jetzt immer Umwege fahren. Ein Zeitverlust ist dann nicht zu vermeiden.“ Ausbaden müssen das die Fahrgäste: „Sie zahlen leider drauf“, sagt der Taxler. Er selbst ist solche Situationen längst gewöhnt: „Mich nervt die Baustelle auch. Im Ergebnis ist die Stadt aber viel schöner geworden, seit ich fahre.“

Auch hier baut die Stadt

Es ist gleich eine ganze Reihe größerer Baustellen, die die Pendler nerven. Nicht nur am Hauptbahnhof ist die Situation für Autofahrer anstrengend. Auch auf der Landsberger ist zum Beispiel nur eine Fahrspur frei, hier droht vor allem im Berufsverkehr nerviger Stau. Ebenso am Trappentreutunnel, wo die Stadt das Bauwerk in Stand setzt. Bis Mitte 2015 sind pro Fahrtrichtung nur je zwei Spuren frei. Der umfangreichste Bau findet am Luise-Kiesselbach-Platz statt – nach Eröffnung des neuen Straßentunnels sollen hier erst 2017 alles fertig sein. In Schwabing führt das Baureferat zwischen Biedersteiner Straße und Münchner Freiheit einen kompletten Straßenumbau durch. Auch in der Albert-Roßhaupter-Straße und am Partnachplatz wird die Fahrbahn umgepflügt und der Verkehr drumherum geleitet. Bis Oktober ist nur eine Spur frei. 

A. Thieme

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