Ottfried Fischer geht in Revision

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Ottfried Fischer

München - Der Prozess um das heimliche gedrehte Sex-Video von zwei Prostituierten mit Schauspieler und Kabarettist Ottfried Fischer geht in die nächste Runde.

Der Journalist, der den Film von den Machern für die Bild-Zeitung gekauft hat, fordert einen Freispruch. Er will das Urteil des Amtsgerichts – 14 400 Euro Geldstrafe – nicht hinnehmen. Am Dienstag beschäftigt sich deshalb das Landgericht mit dem Fall.

Wie berichtet, hatte der 29-jährige Journalist Wolf-Ulrich S., der nicht mehr für den Springer-Verlag arbeitet, Fischer mit dem Sex-Video dazu genötigt, Bild ein intimes Exklusivinterview zu geben, in dem der Schauspieler öffentlich machte, was er lieber für sich behalten hätte: Unter dem Titel „Die Huren nutzten meine Krankheit aus!“ berichtete Fischer über seine Parkinson-Erkrankung und darüber, wie ihn Prostituierte in seiner Schwabinger Wohnung abgezockt hatten. Das Interview, sagt Fischer, hätte er nicht gegeben, hätte Wolf-Ulrich S. nicht das Video ins Gespräch gebracht.

Den Film hatten die Dirnen im Auftrag ihrer Hintermänner gedreht, um die Kreditkartenfirma des Schauspielers dazu zu bewegen, vermeintlich noch ausstehende Hurenlöhne in Höhe von 75 000 Euro zu zahlen. Nebenbei verscherbelten sie das Video an die Bild. Anders als der Journalist entschuldigten sie sich bei Fischer und akzeptierten Geldstrafen von 600 bis 12 000 Euro.

BL

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